21 Tage Transatlantik mit Kleinkind – Teil 3: Das Schiff, Spartipps & Fazit

Im letzten Teil unserer Transatlantik-Reise erzähle ich euch noch ein bisschen mehr zu unserem Schiff, wie wir auch auf einer großen Kreuzfahrt das Backpacker-Budget im Griff behalten haben – und zu guter Letzt unser Fazit (inklusive einer Sache, die wir wirklich nicht erwartet hatten).

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🚢 Das Schiff – MSC Fantasia

MSC Fantasia Kreuzfahrtschiff

Die MSC Fantasia

MSC Fantasia am Kai mit MSC for UNICEF Schriftzug

Die MSC Fantasia am Kai

Die MSC Fantasia hat uns gut durch den Atlantik gebracht – aber wer deutsche Reedereien gewöhnt ist, merkt den Unterschied. Das Schiff ist in die Jahre gekommen, und das sieht man hier und da auch. Bei uns hat sich in der Dusche etwas gelöst – der Duschkopf war locker, ein kleines Teil ist abgebrochen. Nach einer kurzen Meldung beim Service wurde es relativ zügig repariert, das hat gut funktioniert.

Unsere Kabine

Wir hatten eine Deluxe Innenkabine – und die Entscheidung für die etwas größere Variante mit 16 statt 13 Quadratmetern war genau richtig. Dazu zwei Pullman-Betten, die wir kurzerhand umfunktioniert haben: Matratze einfach auf den Boden, fertig. Bequemer für alle, und niemand musste nachts die Leiter hoch und runter. Die Betten selbst sind übrigens wirklich gut – sehr bequem, das war angenehm überraschend.

Sprache an Bord

Da die Reise eine Transatlantik-Überfahrt mit Start in Uruguay war, liefen Durchsagen und Kommunikation hauptsächlich auf Spanisch, mit etwas Englisch. Deutsch kam nie vor. Auch der Fernseher zeigte nur spanische Sender.

Wer kein Spanisch oder Englisch spricht, sollte das vorher wissen – auf dieser Route waren Spanisch- oder zumindest Englischkenntnisse von Vorteil.
MSC Logo am Schornstein der MSC Fantasia von unten fotografiert

Das MSC-Logo am Schornstein

Essen an Bord

Was uns wirklich gut gefallen hat, waren die langen Buffetzeiten. Das Essen war solide – wir haben schon besser gegessen, aber auch schon deutlich schlechter. Man hat immer etwas gefunden, und für Lolo war das Angebot eigentlich perfekt: Pizza, Pasta, Pommes – die berühmten drei P's 😄 Aber auch die frischen exotischen Früchte hat er geliebt, und Eis natürlich sowieso, wie jedes Kind.

Ein besonderes Lob geht an die Pizza: die war wirklich ausgezeichnet und rund um die Uhr verfügbar – ein klarer Pluspunkt.

Neue Freundschaften an Bord

Pooldeck der MSC Fantasia mit Pool, Liegen und Gästen

Das Pooldeck – Treffpunkt für die ganze Familie

Lolo spielt mit einem neuen Freund an Bord der MSC Fantasia

Lolo hatte schnell einen neuen Freund gefunden

Wir haben viele tolle neue Menschen kennengelernt und viele schöne Momente geteilt – und das nicht nur mit deutschen Mitreisenden. Da Nina super Englisch und Spanisch spricht, war es auch mit anderen Nationalitäten überhaupt kein Problem, ins Gespräch zu kommen.

💰 So haben wir die Kreuzfahrt günstig gestaltet – das Backpacker-Herz lebt weiter

Wer uns kennt, weiß: Das Backpacker-Herz schlägt auch auf einer Kreuzfahrt weiter. Man hätte bei dieser Reise deutlich mehr Geld ausgeben können – und das Schiff macht es einem wirklich leicht, das zu tun. Haben wir aber nicht. Hier unsere größten Sparpunkte:

💶 Unsere Spartipps an Bord

Transfers selbst organisiert

Das Schiff bietet bei jedem Stopp eigene Transfers an – praktisch, aber teuer. Wir sind, wann immer es möglich war, einfach zu Fuß gegangen oder haben ein Uber/Taxi genommen. Deutlich günstiger, oft sogar entspannter.

Kein Getränkepaket

An Bord haben wir jedes Getränk einzeln bezahlt – und sind damit deutlich günstiger davongekommen. Da ich keinen Alkohol trinke, lohnt sich ein Paket für uns schlicht nicht.

Gut zu wissen: Pro Erwachsenem in der Kabine muss ein Getränkepaket gebucht werden – also kein „halbes Paket" für eine Person. Wasser, Tee und Kaffee gibt's zu den Buffetzeiten immer kostenlos dazu – das haben wir konsequent genutzt. Wasser haben wir auch ab und zu mit der eigenen Flasche abgefüllt, auch wenn das aus hygienischen Gründen nicht gerne gesehen wird – wir sind dabei immer achtsam vorgegangen.

Snacks vom Buffet für Lolo

Weil Lolo gerade in einer Phase ist, in der er ständig einen Snack braucht, haben wir morgens etwas Obst vom Buffet für die Tagesausflüge eingepackt. Einfach, praktisch, kostenlos.

Mittags an Land gegessen

Um etwas Abwechslung vom Bordessen zu haben – und weil das lokale Essen einfach zu gut war, um es zu verpassen – haben wir mittags bei jedem Stopp an Land gegessen. Oft günstiger als gedacht, immer ein Erlebnis. Das zählt streng genommen nicht als Spartipp, das haben wir uns einfach gegönnt. Wer hier wirklich sparen möchte, isst mittags nur einen Snack, statt richtig ins Restaurant zu gehen.

Ausflüge auf eigene Faust

Keine einzige Buchung über das Schiff. Tickets haben wir vorab online gebucht, wenn es möglich war – auch um die Wartezeit vor Ort mit Kleinkind zu reduzieren. Für die Transfers haben wir Uber oder lokale Taxis genutzt, und oft sind wir einfach zu Fuß losgezogen. Für Ausflüge haben wir häufig Touren über GetYourGuide gebucht oder über meine-landausflüge.de. Das ist wohl unser größter Spartipp auf jeder Kreuzfahrt und macht die Stopps gleichzeitig authentischer.

⚠️ Das Ende, das wir nicht erwartet hatten

Nach 21 wunderschönen Tagen kam am Ende noch ein unschöner Schock: MSC hat unser Gepäck verloren. Ein denkbar ungünstiger Abschluss einer ansonsten unvergesslichen Reise – aber auch das gehört manchmal dazu.

❤️ Unser Fazit – Drei Wochen Transatlantik und viel zu schnell vorbei

Drei Wochen Transatlantik-Kreuzfahrt – und wie immer ging die Zeit einfach viel zu schnell. Es war wieder mal richtig schön, und jeder Stopp hat auf seine eigene Art etwas hinterlassen: Rio hat uns überwältigt, Ilhabela hat uns entschleunigt, Buenos Aires hat uns überrascht. Manche Tage waren zu kurz – besonders der in Rio, das war ehrlich gesagt fast ein bisschen schmerzhaft. Aber genau dafür ist eine Kreuzfahrt ja auch da: reinschnuppern, kosten, neugierig werden. Und da, wo es uns besonders gut gefällt, da kommen wir nochmal wieder – richtig, ohne Schiff und mit mehr Zeit.

Aktuell ist die Kreuzfahrt für uns einfach die bequemste Art, mit Kleinkind zu reisen. Einmal einpacken, einmal ankommen – und trotzdem so viele verschiedene Orte sehen. Das muss aber jeder für sich selbst entscheiden. Für uns passt es gerade perfekt.

Diese Reise war intensiv, emotional, chaotisch und wunderschön – oft alles gleichzeitig. Und sie hat uns einmal mehr gezeigt: Reisen mit Kleinkind ist nicht weniger möglich. Nur anders. Langsamer manchmal, unvorhersehbarer oft – aber dafür voller Momente, die bleiben. Genau die unerwarteten.

Mein wichtigstes Learning: Mit Kleinkind reist man am besten planlos. Keine straffen Zeitpläne, keine langen To-do-Listen, kein Druck. Einfach treiben lassen und genießen – denn das Kleinkind gibt den Rhythmus vor, ob man will oder nicht. Mittagsschlaf, spontane Pausen, unerwartete Umwege. Und genau das macht es oft zu den schönsten Momenten. Wer das akzeptiert, reist entspannter, glücklicher und kommt mit Erinnerungen nach Hause, die man sich so nie hätte ausmalen können.
📥 Du planst eine ähnliche Reise? In unserem kostenlosen Guide „Stressfrei Kreuzfahrt mit Kleinkind" findest du unsere wichtigsten Tipps zum Nachlesen – einfach per E-Mail anfordern.

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