Im letzten Teil unserer Transatlantik-Reise erzähle ich euch noch ein bisschen mehr zu unserem Schiff, wie wir auch auf einer großen Kreuzfahrt das Backpacker-Budget im Griff behalten haben – und zu guter Letzt unser Fazit (inklusive einer Sache, die wir wirklich nicht erwartet hatten).
🚢 Das Schiff – MSC Fantasia
Die MSC Fantasia
Die MSC Fantasia am Kai
Die MSC Fantasia hat uns gut durch den Atlantik gebracht – aber wer deutsche Reedereien gewöhnt ist, merkt den Unterschied. Das Schiff ist in die Jahre gekommen, und das sieht man hier und da auch. Bei uns hat sich in der Dusche etwas gelöst – der Duschkopf war locker, ein kleines Teil ist abgebrochen. Nach einer kurzen Meldung beim Service wurde es relativ zügig repariert, das hat gut funktioniert.
Unsere Kabine
Wir hatten eine Deluxe Innenkabine – und die Entscheidung für die etwas größere Variante mit 16 statt 13 Quadratmetern war genau richtig. Dazu zwei Pullman-Betten, die wir kurzerhand umfunktioniert haben: Matratze einfach auf den Boden, fertig. Bequemer für alle, und niemand musste nachts die Leiter hoch und runter. Die Betten selbst sind übrigens wirklich gut – sehr bequem, das war angenehm überraschend.
Sprache an Bord
Da die Reise eine Transatlantik-Überfahrt mit Start in Uruguay war, liefen Durchsagen und Kommunikation hauptsächlich auf Spanisch, mit etwas Englisch. Deutsch kam nie vor. Auch der Fernseher zeigte nur spanische Sender.
Das MSC-Logo am Schornstein
Essen an Bord
Was uns wirklich gut gefallen hat, waren die langen Buffetzeiten. Das Essen war solide – wir haben schon besser gegessen, aber auch schon deutlich schlechter. Man hat immer etwas gefunden, und für Lolo war das Angebot eigentlich perfekt: Pizza, Pasta, Pommes – die berühmten drei P's 😄 Aber auch die frischen exotischen Früchte hat er geliebt, und Eis natürlich sowieso, wie jedes Kind.
Ein besonderes Lob geht an die Pizza: die war wirklich ausgezeichnet und rund um die Uhr verfügbar – ein klarer Pluspunkt.
Neue Freundschaften an Bord
Das Pooldeck – Treffpunkt für die ganze Familie
Lolo hatte schnell einen neuen Freund gefunden
Wir haben viele tolle neue Menschen kennengelernt und viele schöne Momente geteilt – und das nicht nur mit deutschen Mitreisenden. Da Nina super Englisch und Spanisch spricht, war es auch mit anderen Nationalitäten überhaupt kein Problem, ins Gespräch zu kommen.
💰 So haben wir die Kreuzfahrt günstig gestaltet – das Backpacker-Herz lebt weiter
Wer uns kennt, weiß: Das Backpacker-Herz schlägt auch auf einer Kreuzfahrt weiter. Man hätte bei dieser Reise deutlich mehr Geld ausgeben können – und das Schiff macht es einem wirklich leicht, das zu tun. Haben wir aber nicht. Hier unsere größten Sparpunkte:
💶 Unsere Spartipps an Bord
- Transfers selbst organisiertstatt teure Schiffs-Transfers
- Kein GetränkepaketGetränke einzeln bezahlt
- Snacks vom Buffet für Lolokostenlos
- Alle Ausflüge selbst organisiertkeine Schiffs-Buchungen
Transfers selbst organisiert
Das Schiff bietet bei jedem Stopp eigene Transfers an – praktisch, aber teuer. Wir sind, wann immer es möglich war, einfach zu Fuß gegangen oder haben ein Uber/Taxi genommen. Deutlich günstiger, oft sogar entspannter.
Kein Getränkepaket
An Bord haben wir jedes Getränk einzeln bezahlt – und sind damit deutlich günstiger davongekommen. Da ich keinen Alkohol trinke, lohnt sich ein Paket für uns schlicht nicht.
Snacks vom Buffet für Lolo
Weil Lolo gerade in einer Phase ist, in der er ständig einen Snack braucht, haben wir morgens etwas Obst vom Buffet für die Tagesausflüge eingepackt. Einfach, praktisch, kostenlos.
Mittags an Land gegessen
Um etwas Abwechslung vom Bordessen zu haben – und weil das lokale Essen einfach zu gut war, um es zu verpassen – haben wir mittags bei jedem Stopp an Land gegessen. Oft günstiger als gedacht, immer ein Erlebnis. Das zählt streng genommen nicht als Spartipp, das haben wir uns einfach gegönnt. Wer hier wirklich sparen möchte, isst mittags nur einen Snack, statt richtig ins Restaurant zu gehen.
Ausflüge auf eigene Faust
Keine einzige Buchung über das Schiff. Tickets haben wir vorab online gebucht, wenn es möglich war – auch um die Wartezeit vor Ort mit Kleinkind zu reduzieren. Für die Transfers haben wir Uber oder lokale Taxis genutzt, und oft sind wir einfach zu Fuß losgezogen. Für Ausflüge haben wir häufig Touren über GetYourGuide gebucht oder über meine-landausflüge.de. Das ist wohl unser größter Spartipp auf jeder Kreuzfahrt und macht die Stopps gleichzeitig authentischer.
⚠️ Das Ende, das wir nicht erwartet hatten
Nach 21 wunderschönen Tagen kam am Ende noch ein unschöner Schock: MSC hat unser Gepäck verloren. Ein denkbar ungünstiger Abschluss einer ansonsten unvergesslichen Reise – aber auch das gehört manchmal dazu.
❤️ Unser Fazit – Drei Wochen Transatlantik und viel zu schnell vorbei
Drei Wochen Transatlantik-Kreuzfahrt – und wie immer ging die Zeit einfach viel zu schnell. Es war wieder mal richtig schön, und jeder Stopp hat auf seine eigene Art etwas hinterlassen: Rio hat uns überwältigt, Ilhabela hat uns entschleunigt, Buenos Aires hat uns überrascht. Manche Tage waren zu kurz – besonders der in Rio, das war ehrlich gesagt fast ein bisschen schmerzhaft. Aber genau dafür ist eine Kreuzfahrt ja auch da: reinschnuppern, kosten, neugierig werden. Und da, wo es uns besonders gut gefällt, da kommen wir nochmal wieder – richtig, ohne Schiff und mit mehr Zeit.
Aktuell ist die Kreuzfahrt für uns einfach die bequemste Art, mit Kleinkind zu reisen. Einmal einpacken, einmal ankommen – und trotzdem so viele verschiedene Orte sehen. Das muss aber jeder für sich selbst entscheiden. Für uns passt es gerade perfekt.
Diese Reise war intensiv, emotional, chaotisch und wunderschön – oft alles gleichzeitig. Und sie hat uns einmal mehr gezeigt: Reisen mit Kleinkind ist nicht weniger möglich. Nur anders. Langsamer manchmal, unvorhersehbarer oft – aber dafür voller Momente, die bleiben. Genau die unerwarteten.
💬 Kommentare
Habt ihr Fragen zur MSC Fantasia oder unseren Spartipps? Schreibt uns gerne!