21 Tage Transatlantik mit Kleinkind – Teil 2: Die Kreuzfahrt

Nach unseren vier Tagen in Montevideo (Teil 1 hier) ging es endlich los: Koffer packen am Abend, und am nächsten Tag auf das Schiff. Hier nehme ich euch mit durch unsere 21 Tage – Stopp für Stopp.

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1. Woche

Tag 1: Montevideo (Einschiffung)

Da wir ja schon vier Tage vorher angereist waren, um Montevideo und die Umgebung zu erkunden, sind wir nach der Einschiffung gar nicht mehr von Bord gegangen. Wir haben uns ganz entspannt umgesehen, die Kabine bezogen und erstmal gegessen.

Tag 2: Buenos Aires, Argentinien – entspannt, spontan und voller kleiner Momente

Unser erster Kreuzfahrt-Stopp – und was für einer. Buenos Aires haben wir uns ganz ohne großen Plan erschlossen, und genau das hat es für mich so besonders gemacht.

Vom Hafen sind wir entspannt zu Fuß losgegangen – etwa 20 bis 25 Minuten mit dem Buggy, absolut machbar. Man sollte es nur wissen und einplanen. Die Stadt war am Morgen noch ruhig, fast ein bisschen verschlafen, und genau das hatte seinen eigenen Charme.

Plaza de Mayo Buenos Aires

Plaza de Mayo, Buenos Aires

BA Schriftzug Buenos Aires mit Familie

Der berühmte „BA"-Schriftzug – Buenos Aires, wir kommen!

Unser erster Stopp war die Plaza de Mayo, dort haben wir uns einfach treiben lassen. Direkt daneben liegt die Buenos Aires Metropolitan Cathedral – von außen eher schlicht, innen dann überraschend prunkvoll. Auf jeden Fall einen kurzen Besuch wert.

Weiter ging's durch die bekannte Einkaufsstraße Florida Street. Souvenirs, kleine Läden, Straßenkünstler – und natürlich Empanadas 😄 Wir haben welche mit Mais probiert, und selbst Lolo war begeistert.

Lolo isst Empanada im Buggy auf der Florida Street Buenos Aires (Gesicht mit Sonne verdeckt)

Lolo und seine erste Empanada – ein voller Erfolg

Achtung: Auf der Florida Street wirst du lautstark zum Geldwechseln aufgefordert – wegen der Währungssituation in Argentinien. Informier dich vorher über den Wechselkurs und lass dich nicht übern Tisch ziehen. Wir haben einfach alles mit Karte bezahlt, das hat problemlos geklappt.

Dann ging's weiter ins moderne Viertel Puerto Madero – Eis essen, am Wasser entlangspazieren und über die Puente de la Mujer, die wohl bekannteste Brücke der Stadt. Ein schöner, ruhiger Kontrast zur lebhaften Florida Street.

Nina, Papa und Lolo im Buggy am Wasser von Puerto Madero mit Frauenbrücke (Gesichter mit Sonne verdeckt)

Puerto Madero – mit der Puente de la Mujer im Hintergrund

Von dort sind wir mit dem Uber zum Restaurant Parrilla Polo gefahren – klein, urig, voller Einheimischer. Genau deshalb so gut. Saftige Steaks, frisches Brot, ein richtiges Festmahl.

Saftige Steaks im Restaurant Parrilla Polo Buenos Aires

Parrilla Polo – Steaks satt, genau wie wir es mögen

Weiter ging's ins Viertel Recoleta. Der Eintritt zum berühmten Friedhof kostet etwa 12 € pro Person – nicht günstig, aber absolut sehenswert. So etwas habe ich wirklich noch nie gesehen. Eine geführte Tour wäre möglich gewesen, haben wir aber ausgelassen und sind einfach auf eigene Faust durch die Gassen geschlendert.

Weiter ging es zu Fuß.

Gassen des Friedhofs Recoleta Buenos Aires mit Mausoleen

Recoleta – ein Friedhof wie eine kleine Stadt

💶 Preise Buenos Aires

Direkt in der Nähe haben wir noch einen wunderschönen Kunsthandwerksmarkt entdeckt – handgemachte Produkte, kleine Stände, Musiker, die einfach so spielen. Einer dieser Orte, an denen man gar nicht merkt, wie die Zeit vergeht.

Kunsthandwerksmarkt im Park nahe Recoleta Buenos Aires

Kunsthandwerksmarkt im Park – Musik, Stände und viele Menschen, die einfach die Sonne genießen

Zum Abrunden noch eine Pause im Café, kleine Snacks, alle kurz durchgeatmet – und dann hieß es: zurück zum Schiff.

Mit dem Uber ging's zurück zum Hafen – schnell, unkompliziert und ja, ehrlich gesagt ziemlich knapp. Aber alles hat geklappt 😄

Puerto Buenos Aires Hafen-Logo

Zurück am Hafen – Puerto Buenos Aires

Mein Fazit zu Buenos Aires: Die Stadt hat uns überrascht – wie entspannt, vielseitig und unkompliziert sie auch mit Kleinkind funktioniert. Mein Tipp: Nicht zu viel vornehmen. Einfach laufen, schauen, erleben. Der Rest ergibt sich von selbst.

Tag 3 und 4: Seetage

Diese Tage haben wir erstmal genutzt, um das Schiff so richtig kennenzulernen, die Whirlpools und Schwimmbecken auszuprobieren und mit Lolo in den Kids Club zu gehen. Jetzt konnten wir richtig ankommen und auch die Kabine erstmal vernünftig einrichten – bis dahin war noch keine richtige Zeit dafür gewesen, und alles flog eher kreuz und quer rum.

Wir hatten uns für eine Deluxe Innenkabine mit 16 qm entschieden, und es war genügend Platz für uns drei. Wir hatten zwar noch nach einem Balkon-Upgrade gefragt, aber das Schiff war restlos ausgebucht.

Unsere Kabine mit Kuscheltieren auf dem Bett

Unsere Kabine – hier gerade schön aufgeräumt

Lolo spielt im MSC Kids Club Spielraum

Lolo erkundet den Kids-Club-Spielraum

Tag 5: Brasilien – Balneário Camboriú: Seilbahn, Strand & 32 Grad Sommerfeeling

Unser erster Stopp in Brasilien hatte direkt alles: Sonne, Strand, Abenteuer und ein bisschen Adrenalin – und das Beste daran war, dass sich trotzdem alles super unkompliziert mit Kleinkind angefühlt hat.

In Balneário Camboriú mussten wir tendern, aber diesmal war das tatsächlich ein Glücksfall: Das Tenderboot hat uns direkt beim Parque Unipraias rausgelassen – also genau da, wo wir eh als erstes hinwollten.

MSC Tenderboot in Balneário Camboriú Brasilien

Mit dem Tenderboot ging es direkt zum Parque Unipraias

Unser wichtigster Tipp: Tickets für den Parque Unipraias vorab online buchen (GetYourGuide) – die Schlange vor Ort war riesig – gefühlt ist das halbe Kreuzfahrtschiff direkt dorthin marschiert. Wir hatten das Glück, dass ein brasilianischer Freund das für uns organisiert hat (man braucht eine CPF-Nummer, die brasilianische Steueridentifikationsnummer), und wurden dank Buggy netterweise auch noch vorgelassen. Der Buggy darf übrigens mit in die Seilbahn – kein Problem.

Der Parque Unipraias ist weit mehr als nur eine Seilbahn von A nach B. Es gibt mehrere Stationen, tolle Aussichtspunkte, Naturwege, kleine Shops und Snacks – irgendwo zwischen Freizeitpark, Natur und Panorama. Lolo war besonders begeistert von der kleinen Bummelbahn, die dort oben ihre Runden dreht.

Skyline von Balneário Camboriú aus der Seilbahn gesehen

Der Blick aus der Gondel auf die beeindruckende Skyline

MSC Fantasia Kreuzfahrtschiff in der Bucht von Balneário Camboriú, Ausblick von der Seilbahn

Unser Schiff von oben – die MSC Fantasia liegt malerisch in der Bucht

An der ersten Station haben wir uns erstmal Zeit gelassen – eine Glasplattform mit atemberaubender Aussicht, die kleine Bummelbahn und ein Rollercoaster-Ride zum Beobachten. Perfekt, um anzukommen und alles auf sich wirken zu lassen.

Familie auf der Glasplattform Parque Unipraias mit Blick nach unten durch den Boden

Die Glasplattform – wer schwindelfrei ist, traut sich den Blick nach unten

Blick auf die Skyline von Balneário Camboriú vom Aussichtspunkt

Die beeindruckende Skyline von Balneário Camboriú

Nina genießt den Ausblick auf die Skyline von Balneário Camboriú

Auch ich musste diesen Ausblick erstmal auf mich wirken lassen

Weiter ging's mit der Seilbahn runter zum Praia de Laranjeiras – und was für ein Strand! Türkisfarbenes Wasser, lebendige Atmosphäre, viele Restaurants direkt am Meer. Wir haben Lolo erstmal eine Sonnenbrille gekauft (Prioritäten 😄), sind ins Meer gegangen und haben einfach den Moment genossen.

Blick auf die Praia de Laranjeiras aus der Seilbahn Balneário Camboriú

Der Blick auf die Praia de Laranjeiras aus der Gondel

Papa und Lolo waten gemeinsam im Wasser am Praia de Laranjeiras (von hinten)

Lolo und Papa im Wasser – Lolo war sofort Feuer und Flamme

Mit der Seilbahn ging's dann zurück, diesmal ohne Zwischenstopp, und danach sind wir noch ein Stück die Promenade entlanggeschlendert. Rechts das Meer, links eine endlose Reihe von Hochhäusern – diese Skyline ist wirklich beeindruckend und ziemlich einzigartig.

Bei 32 Grad haben wir dann gemerkt: jetzt reicht's 😄 Also ab ins Restaurant. Wir haben uns für die Shrimp-Sequenz entschieden – mehrere Gänge Garnelen, auf Portugiesisch „Sequência de Camarão" – und das war wirklich richtig gut.

Shrimp-Sequenz mit mehreren Gängen Garnelen in Balneário Camboriú

Die Shrimp-Sequenz – mehrere Gänge Garnelen, und alles richtig lecker

💶 Preise Balneário Camboriú

Spartipp: Direkt am Strand ist die Shrimp-Sequenz teurer – etwas weiter Richtung Skyline rein wird es günstiger. Lohnt sich, ein paar Meter weiterzulaufen.

Zum Abschluss noch ein Bier und ein frisch gepresster Orangensaft in entspannter Atmosphäre – Lolo glücklich, wir glücklich. Müde, glücklich und mit dem Gefühl, dass Brasilien direkt überzeugt hat, ging es per Tenderboot zurück zum Schiff.

Blick aus dem Tenderboot auf die MSC Fantasia bei der Rückfahrt in Balneário Camboriú

Zurück zum Schiff – die MSC Fantasia wartet schon

Tag 6: Ilhabela – Natur, Strand & ein perfekter entspannter Inseltag

Nach dem Trubel in Balneário Camboriú kam der komplette Kontrast. Keine Hochhäuser, keine Menschenmassen – einfach nur Ruhe, Natur und dieses wunderbare Gefühl, auf einer echten Insel zu sein.

Auch hier ging's per Tenderboot an Land, aber wie schon beim letzten Stopp war das absolut unkompliziert. Das Boot hat uns direkt in die kleine Stadt gebracht. Die „Innenstadt" von Ilhabela ist klein, liebevoll und voller kleiner Details – Shops, Cafés, Eisdielen, Bars, alles überschaubar und entspannt.

Ankunft mit dem Tenderboot in Ilhabela Brasilien

Ankunft mit dem Tenderboot direkt in der kleinen Stadt

Ausblick auf das Wasser und unser Kreuzfahrtschiff in Ilhabela

Der Ausblick auf unser Schiff in der Bucht von Ilhabela

Auf dem Weg kommt man an der wunderschönen Nossa Senhora D'Ajuda e Bom Sucesso Church vorbei – absolut sehenswert und ein kurzer Stopp, der sich lohnt.

Nossa Senhora D'Ajuda e Bom Sucesso Church in Ilhabela Brasilien

Die Nossa Senhora D'Ajuda e Bom Sucesso Church

Kleiner Hinweis für Frauen: Schultern und Knie sollten in der Kirche bedeckt sein.

Am öffentlichen Strand haben wir erstmal Pause gemacht. Warmes Wasser, entspannte Stimmung, viel Platz – überall kleine Strandbars. Lolo hat geschlafen, und wir haben einfach gelegen, die Sonne genossen und durchgeatmet. Als Lolo aufgewacht ist, ging's gemeinsam ins Wasser, und er fand es großartig.

Strand-Tipp: Vom Tenderboot-Anleger einfach rechts halten, an der Kirche vorbei – und schon steht ihr am Praia da Vila, dem Stadtstrand von Ilhabela. Dort lässt es sich super liegen, und gleich mehrere Strandbars sind in Laufnähe.
Praia da Vila Stadtstrand in Ilhabela Brasilien

Praia da Vila – der Stadtstrand von Ilhabela

Lolo schläft im Buggy am Strand von Ilhabela

Mittagsschlaf am Strand – Lolo hat die Ruhe voll ausgekostet

Papa und Lolo schwimmen gemeinsam im Wasser in Ilhabela

Ab ins Wasser – Lolo fand es großartig

Mücken-Tipp: Ilhabela ist bekannt – und ein bisschen berüchtigt – für seine Borrachudos, winzige Kriebelmücken, die vor allem tagsüber an Stränden, an Wasserfällen und im Regenwald unterwegs sind. Man spürt den Stich meistens gar nicht sofort, dafür juckt er später umso heftiger. Ein vor Ort gekauftes Repellent, oft auf Citronella-Basis, wirkt gegen die Borrachudos meist deutlich zuverlässiger als mitgebrachte Standardmittel – lohnt sich, sich gleich in der Stadt eins zu besorgen.

Zur Mittagszeit haben wir das kleine Restaurant „Cheiro Verde" entdeckt, in dem fast nur Einheimische saßen – genau unser Ding. Baby Squids, Shrimps mit Knoblauch, ein traditionelles Gericht. Einfach, frisch, richtig gut.

Baby Squids und Shrimps im Restaurant Cheiro Verde Ilhabela

Cheiro Verde – Baby Squids und Shrimps mit Knoblauch, ganz nach unserem Geschmack

Mein Fazit zu Ilhabela: Nach einem lebhaften Stopp wie Balneário Camboriú war Ilhabela genau das Richtige. Ruhig, natürlich, entspannt – und mit einem Kleinkind an Bord eigentlich perfekt. Mein ehrlicher Tipp: Hier nichts planen. Einfach treiben lassen.
Abendstimmung auf dem Rückweg zum Kreuzfahrtschiff in Ilhabela

Abendstimmung auf dem Rückweg zum Schiff

Tag 7: Rio de Janeiro – Cristo Redentor, Zuckerhut & ein extrem intensiver, wunderschöner Tag

Es gibt Städte, die kann man nicht einfach „mal eben" besuchen. Rio de Janeiro ist genau so eine. Unser dritter Brasilien-Stopp war der wohl intensivste, vollste und gleichzeitig beeindruckendste Tag der gesamten Reise – Start um 7:00 Uhr morgens, Ende erschöpft und glücklich.

Vom Hafen ging's direkt mit dem Uber los – in Rio ganz klar die beste Entscheidung, denn diese Stadt ist groß. Sehr groß. Wer hier auf öffentliche Verkehrsmittel oder lange Fußwege setzt, verliert wertvolle Zeit, und man hat ja nur einen Tag.

Unser wichtigster Tipp: Alle Tickets unbedingt vorher buchen. Für Cristo Redentor und den Zuckerhut hatten wir alles organisiert – das hat extrem viel Zeit gespart und den Stress in der Stadt deutlich reduziert. Eigentlich reicht es aber auch, wenn man nur eins von beiden macht – der Ausblick ist sich recht ähnlich, und bei wenig Zeit muss es nicht unbedingt beides sein. Am Cristo Redentor war es deutlich voller, teilweise richtig überfüllt, während am Zuckerhut spürbar mehr Platz war. Uns hat trotzdem beides richtig gut gefallen.

Erstes Ziel war der Cristo Redentor. Mit dem Uber sind wir direkt zum Bahnhof der Corcovado Rack Railway gefahren – der Zug ist im Ticket enthalten, auch wenn einige Taxifahrer versuchen, alternative Wege zu verkaufen. Einfach ignorieren. Die Fahrt nach oben ist schon für sich ein Highlight: etwa 20 Minuten durch dichten Dschungel, wunderschöne Natur. Bei uns fiel sogar noch ein Zug aus, der war kaputt, und wir mussten bestimmt 40 Minuten warten, da insgesamt nur zwei Züge dort verkehren. Wertvolle Zeit ging verloren, aber er wurde schnell repariert.

Cristo Redentor Rio de Janeiro

Cristo Redentor

Ausblick vom Cristo Redentor über Rio de Janeiro und den Zuckerhut

Der Ausblick vom Cristo Redentor – Zuckerhut und Bucht im Blick

Oben angekommen – Menschenmassen. Lange Wege, kaum Platz mit Buggy, sehr schwer sich zu bewegen. Der Cristo selbst ist trotzdem überwältigend. Ein echtes Weltwunder, ikonisch, absolut sehenswert – aber in Ruhe genießen ist bei dieser Besuchermenge ehrlich gesagt schwierig. Unser Familienfoto? Lolo hat geschlafen 😄

Menschenmassen auf der Aussichtsplattform am Cristo Redentor

Reality Check da oben – von wegen ruhig genießen, aber es ist halt ein Weltwunder

Nina und Papa am Cristo Redentor, Lolo schlief leider im Buggy (Gesichter mit Sonne verdeckt)

Unser Familienfoto – Lolo hat den Moment leider verschlafen

Nach der Rückfahrt ging's direkt weiter mit dem Uber zum Sugarloaf Mountain (Zuckerhut). Auch hier hatten wir Fast-Lane-Tickets vorgebucht.

💶 Preise Zuckerhut

Der Vorteil war aber spürbar: schneller Zugang und kein langes Warten. Die Fast Lane kann man sich gönnen, nötig wäre sie aber wahrscheinlich nicht gewesen – mit Kind wären wir vermutlich sowieso vorgezogen worden. Wir waren an einem Samstag dort, allerdings zur Mittagszeit; zu anderen Tageszeiten, zum Beispiel zum Sonnenuntergang, soll es dort deutlich voller sein.

Die erste Station, der Morro da Urca, hat schon einen megaschönen Ausblick auf Rio, dazu einen Helikopterlandeplatz und kleine Shops – eine perfekte Pause zwischendurch. Lolo fand es toll, den Helikoptern beim Starten und Landen zuzugucken. Ganz oben dann absoluter Panoramablick: Copacabana von oben, die Skyline, das Meer.

Lolo genießt den Ausblick vom Morro da Urca in Rio de Janeiro

Lolo genießt den Ausblick vom Morro da Urca

Seilbahn zum Zuckerhut Rio de Janeiro

Die zweite Seilbahnfahrt zum Zuckerhut hoch

Ausblick vom Zuckerhut auf Copacabana Beach Rio de Janeiro

Der Ausblick vom Zuckerhut auf die Copacabana

Ehrlicher Tipp: Wer den Cristo Redentor schon gemacht hat, erlebt am Zuckerhut optisch etwas Ähnliches – aber trotzdem wunderschön und auf seine eigene Art beeindruckend. Man kann es aber auch gut weglassen, wenn man Zeit und Geld sparen möchte.

Nächster Stopp: Copacabana Beach. Und plötzlich war alles anders. Musik, Sportler überall, Volleyball und Fußball am Strand, Künstler, kleine Bars – eine komplett andere Energie als der Vormittag.

Brasilianische Flagge unter Palmen am Strand von Copacabana

Copacabana – Palmen, Flaggen und jede Menge Leben am Strand

Die berühmte Wellen-Promenade von Copacabana Rio de Janeiro

Die berühmte Wellen-Promenade von Copacabana

Wir haben in der Nähe vom Strand gegessen, etwa zwei Blocks dahinter, im Restaurant O Caranguejo – Shrimps, Baby Squids, Pommes und frisch gepresster Orangensaft für Lolo. Genau das Richtige nach einem intensiven Vormittag.

Shrimps, Baby Squids und Pommes im Restaurant O Caranguejo nahe Copacabana

O Caranguejo – Shrimps, Baby Squids und Pommes, zwei Blocks vom Strand entfernt

Danach mussten wir noch eine Açaí Bowl probieren, Brasilien-Pflichtprogramm: wie Frozen Yogurt mit Toppings, wird gewogen, super frisch und lecker. Gegessen haben wir im „The Best Açaí" an der Copacabana – abgewogen an der Kasse, hat uns pro Bowl umgerechnet etwa 5 € gekostet. Absolute Empfehlung.

Açaí Bowl mit Erdbeeren und Granola an der Copacabana

Açaí Bowl im „The Best Açaí" – frisch, lecker und mit viel Topping

Zum Abschluss dann noch eine Kokosnuss und ein Bier an der Strandbar, Blick aufs Meer – ein kurzer Moment Ruhe mitten in Rio, bevor's mit dem Uber zurück zum Hafen ging.

Frische Kokosnuss zum Trinken an der Copacabana Rio de Janeiro

Eine frische Kokosnuss zum Ausklang an der Copacabana

Gut zu wissen: An der Promenade reihen sich unzählige Bars aneinander, und in fast jeder spielen Live-Musikbands. Klingt erstmal nach kostenloser Unterhaltung – dafür wird aber ein kleiner Betrag pro Person berechnet, den wir vorher nicht kannten. Er taucht einfach mit auf der Rechnung auf, also nicht wundern.
Familie vor dem RIO-Schild am Hafen vor dem Kreuzfahrtschiff (Gesichter mit Sonne verdeckt)

Zurück am Hafen – vor dem RIO-Schild und unserem Schiff

Mein Fazit zu Rio: Rio de Janeiro ist überwältigend, laut, wunderschön und in kurzer Zeit auch ganz schön anstrengend. Ein Tag reicht nicht – aber er reicht, um sich zu verlieben. Und genau das ist passiert. Wir kommen wieder.
Das Kreuzfahrtschiff verlässt bei Sonnenuntergang den Hafen von Rio de Janeiro

Tolle Stimmung – unser Schiff verlässt am Abend den Hafen von Rio

Tag 8 und 9: Seetage

Lolo schaut vom Balkon aus auf das offene Meer

Lolo hat es geliebt, aufs Wasser zu gucken

Diese Tage haben wir einfach wieder zum Entspannen genutzt – gerade nach Rio war das auch bitter nötig. Ich finde Tagesausflüge toll und spannend, aber Seetage haben auch echt was für sich. Man startet viel entspannter in den Tag und kann den Tag genießen, ohne Stress, rechtzeitig zurück zum Schiff zu kommen.

2. Woche

Tag 10: Maceió – Strandspaziergang, Märkte & ein entspannter halber Kreuzfahrt-Tag

Manchmal sind es gerade die kurzen Stopps, die überraschend gut funktionieren. Maceió war genau so ein Tag: kein großes Sightseeing, kein Stress – einfach ein ruhiger Mix aus Strand, kleinen Entdeckungen und Familienzeit.

In Maceió gab's als Erstes Windel-Nachschub – die Vorräte waren komplett leer. Also ab in eine Drogerie in der Stadt, was überhaupt kein Thema war. Windeln im Ausland zu bekommen ist wirklich nirgends ein Problem.

Dieser Stopp war bewusst kurz, weil dann die lange Überfahrt nach Europa erfolgte. Ankunft um 7:00 Uhr, Abfahrt schon um 14:00 Uhr. Vom Schiff aus gab's einen Transfer in die Stadt, aber wir haben uns entschieden, zu Fuß zu gehen – etwa 20 bis 25 Minuten direkt am Wasser entlang.

Ehrlich gesagt ist die Stadt selbst nicht besonders schön, aber der Strandbereich ist angenehm und entspannt. Genau das Richtige für einen halben Tag ohne große Pläne.

Bunte typische Jangada-Segelboote am Strand von Maceió Brasilien

Die typischen bunten Segelboote am Strand von Maceió

Bei Ebbe gibt's hier übrigens bekannte Bootstouren zu den Pajuçara Natural Pools – kleine Boote, Riffgebiete, klares Wasser. Wir haben es wegen der Zeit nicht gemacht, aber wer einen ganzen Tag in Maceió hat, sollte das auf jeden Fall in Betracht ziehen.

Stattdessen sind wir durch kleine lokale Märkte geschlendert – handgemachte Souvenirs, lokale Kunst und überall Cashew-Produkte. Cashew ist hier wirklich ein Thema: frisch, lokal und an jeder Ecke erhältlich.

Für Lolo war der Tag überraschend schön: mehrere kleine Spielplätze, viel Sand, Muscheln sammeln. Manchmal braucht es genau das – nichts Besonderes, einfach Freiheit und Raum zum Entdecken.

Lolo sitzt am Strand von Maceió bei aufziehendem Gewitterhimmel (von hinten)

Lolo am Strand von Maceió, kurz bevor der Regen kam

Das Wetter zeigte sich etwas wechselhaft – Sonne, dann kurze Regenschauer, dann wieder Sonne. Die Strandbar hat das entspannt gelöst: Sonnenschirme wurden kurzerhand als Regenschutz umfunktioniert. Snacks, Getränke, Sand unter den Füßen, Lolo zufrieden im Sand beschäftigt.

Sampa Beach Strandbar Schild in Maceió Brasilien

Da sind wir am Ende gelandet – am Strand bei der Sampa Beach Strandbar haben wir den halben Tag ausklingen lassen

Mein Fazit zu Maceió: Keine klassische Wow-Stadt – und das war genau das Schöne daran. Kein Stress, keine großen Sehenswürdigkeiten, einfach Strand und Alltag. Manchmal ist genau das der perfekte Pausentag auf einer langen Kreuzfahrt.

Tag 11 bis 15: 5 Seetage – und warum sie viel zu schnell vorbei gingen

Fünf Seetage hintereinander. Als wir das im Reiseplan gesehen haben, hatten wir ehrlich gesagt kurz Respekt. So lange nur auf dem Schiff? Wird das langweilig mit Kleinkind? Und dann kam alles anders – denn am Ende waren genau diese Tage die entspanntesten der gesamten Reise.

Unsere Seetage haben immer gleich begonnen: kein Wecker, kein Zeitdruck, einfach aufwachen und schauen, was der Tag bringt. Dieses Gefühl von „Urlaub im Urlaub" – wer Kleinkind-Reisen kennt, weiß, wie selten das ist.

Der Tagesrhythmus hat sich schnell von selbst gefunden: Frühstück mehr oder weniger in Ruhe mit Lolo (er ist oft rumgelaufen und wir mussten hinter ihm her – wer kennt das nicht als Eltern), ab an den Pool, Sonne genießen, zwischendurch in den Whirlpool. Lolo hat es geliebt.

Ehrlich gesagt isst man auf einem Kreuzfahrtschiff ständig – das ist vermutlich auch nicht für jedermann was. Man muss damit rechnen, am Ende des Urlaubs 2–3 kg mehr auf den Hüften zu haben 😄

Nachmittagssnack mit Tee, Keksen und Croissant an Bord der MSC Fantasia

Nachmittagssnack an den Seetagen – frische Kekse und Gebäck, einfach lecker

Ein großer Pluspunkt der Seetage war das Bord-Spielzimmer. Im MSC Kids Club hat Lolo schnell andere Kinder gefunden, neue Spiele entdeckt und sich richtig ausgetobt – und wir hatten dadurch auch mal etwas Luft. Allerdings haben wir ihn nie allein im Kids Club gelassen, das wollten wir nicht. Ab drei Jahren ist das generell möglich, vielleicht kommt das später mal für uns in Frage, wenn Lolo das selber möchte.

Lolo spielt im MSC Kids Club mit einem Basketballspiel

Noch eine Runde im Kids Club – hier war immer was zu entdecken

Was uns wirklich überrascht hat: wie schnell man auf einem Schiff Kontakte knüpft. Gespräche am Pool, Austausch beim Essen, gemeinsame Spielmomente mit anderen Familien – alles sehr entspannt und ungezwungen.

Zwischendurch haben wir Tischtennis gespielt, das Schiff erkundet und Deckspaziergänge gemacht. Klingt simpel – war aber genau das Richtige als Ausgleich. Auch ein paar Vorträge an Bord haben wir uns angehört – Lolo hat sich in der Zeit meistens ganz gut selbst beschäftigt.

Lolo spielt mit einem Spielzeugauto auf dem Boden während eines Vortrags an Bord

Während wir einem Vortrag lauschten, hat Lolo sich mit seinem Spielzeugauto beschäftigt

Mittags haben wir Lolo häufig im Buggy schlafen lassen – dafür sind wir einfach die Gänge des Schiffes entlanggelaufen, bis er eingeschlafen ist. Das hat für uns richtig gut funktioniert 🎉

Buggy im Gang der MSC Fantasia während Lolos Mittagsschlaf

Mittagsschlaf im Buggy – die Gänge entlang, bis Lolo eingeschlafen ist

Ostern ist an uns in diesem Jahr eigentlich fast vorbeigegangen – aber die Crew hat immer wieder mit liebevoller Deko dafür gesorgt, dass wir uns doch daran erinnert haben.

Aufwendige Schokoladen-Osterdekoration an Bord der MSC Fantasia

Osterdeko an Bord – so schön, dass man das Fest doch nicht ganz vergessen hat

🎉 Highlight: Äquatorüberquerung

Und dann war da noch ein Highlight, das wir fast vergessen hätten zu erwähnen – dabei war es wohl der unvergesslichste Moment der gesamten Seetage: die Äquatorüberquerung. Auf dem Weg von Brasilien nach Europa haben wir zum zweiten Mal auf einer Kreuzfahrt den Äquator überquert. Lolo übrigens auch – sein zweites Mal, mit gerade mal zwei Jahren.

Eine Linie wurde auf dem Deck gezogen, Sekt wurde eingeschenkt, und einer nach dem anderen durfte feierlich über die Linie hüpfen. Der Kapitän war persönlich anwesend, hielt eine Rede – und irgendwie hatte dieser simple Moment auf dem offenen Atlantik etwas richtig Magisches. So etwas erlebt man nicht alle Tage.

Warteschlange zur Äquatorüberquerung-Zeremonie an Bord der MSC Fantasia

Anstehen zur Äquatortaufe – ein bisschen Warten gehörte dazu, aber die Stimmung war großartig

Mein Fazit zu den Seetagen: Die fünf Seetage waren am Anfang unsere größte Unsicherheit – und am Ende unser liebstes Highlight. Pure Entschleunigung, echte Familienzeit, Erholung und trotzdem nie langweilig. Wer Angst vor Seetagen mit Kleinkind hat: braucht keine zu haben. Sie gehen viel zu schnell vorbei.

Tag 16: Santa Cruz de Tenerife – Sonne, Tapas & ein perfekter Kontrast

Manchmal braucht es gar keinen großen Plan. Unser Tag in Santa Cruz de Tenerife war genau so – einfach treiben lassen, gutes Essen, Sonne genießen und Lolo mittendrin.

Das Beste direkt vorweg: In Santa Cruz liegt das Kreuzfahrtschiff wirklich zentral. Wir konnten einfach loslaufen – etwa 10 Minuten bis ins Zentrum, perfekt mit Kleinkind und ohne Transferstress.

Kurzer Spaziergang vom Hafen ins Zentrum von Santa Cruz de Tenerife

Der Weg vom Hafen ins Zentrum – wirklich sehr kurz

CRUZ Schriftzug in Santa Cruz de Tenerife mit Teich und Kreuzfahrtschiff im Hintergrund

Ankunft in der Stadt – das Santa-Cruz-Schild mit dem schönen Teich dahinter

Zu Fuß sind wir als erstes zur Markthalle Mercado Nuestra Señora de África: frische Lebensmittel, kleine Stände, lokale Spezialitäten und eine wunderschöne Atmosphäre. Überall im Mercado gibt's frisches Obst, und ganz unten gibt es sogar einen Supermercado: Superdino, der auf Teneriffa an vielen Ecken vertreten ist.

Eingang La Recova Mercado Nuestra Señora de África Santa Cruz de Tenerife

Der Eingang zur Markthalle – Mercado Nuestra Señora de África

Wir waren an Ostermontag dort – entsprechend war wenig los, die meisten Besucher kamen vom Kreuzfahrtschiff, da an einem Feiertag kaum Einheimische unterwegs waren. Hier haben wir uns natürliches Eis und frisch gepressten Orangensaft gegönnt.

Da wir schon einmal auf Teneriffa waren, haben wir diesmal bewusst auf klassisches Sightseeing verzichtet. Stattdessen: einfach durch die Einkaufsstraßen schlendern, kleine Läden entdecken, Atmosphäre aufsaugen. Ein großer Pluspunkt für Familien: Es gibt wirklich viele kleine Spielmöglichkeiten für Kinder in der Stadt.

Lolo spielt auf einem Spielplatz in Santa Cruz de Tenerife

Kurze Spielplatz-Pause zwischendurch

Mittags haben wir uns auf einem kleinen Platz hingesetzt – Sonne, ein kühles Bier, Lolo spielt neben uns, und auf dem Tisch Gambas in Knoblauch. Einfach köstlich. Einer dieser Momente, die man nicht planen kann.

Gambas al Ajillo mit Brot und Orangensaft in Santa Cruz de Tenerife

Gambas in Knoblauchöl – einfach köstlich

Mein Fazit zu Santa Cruz de Tenerife: Ein perfekter Kreuzfahrt-Stopp mit Kind: kurze Wege, entspannte Atmosphäre, gutes Essen und viel Platz zum Laufen und Entdecken. Mein Tipp: Nicht zu viel vornehmen. Genau das macht den Tag perfekt.

Tag 17: Seetag

Tag 18: Tanger – ein stiller Morgen, bunte Souks und ein perfekter Tag ohne Plan

Manchmal sind es genau die Tage ohne große Sightseeing-To-do-Liste, die am meisten bleiben. Unser Stopp in Tanger war genau so einer.

Als wir morgens ankamen, lag der Hafen noch still da. Kaum Menschen, kaum Geräusche – einer dieser seltenen Momente, in dem man kurz innehält und die Ruhe aufsaugt. Wir sind einfach losgelaufen, ohne Plan.

Ankunft in Tanger Marokko, Spaziergang mit Buggy Richtung Stadt

Ankunft in Tanger – ruhig und entspannt ging's los

Was uns direkt überrascht hat: Wie modern und sauber Tanger von der Stadt her wirkte. Das liegt vermutlich auch daran, dass hier häufig Kreuzfahrtschiffe anlegen.

Nach und nach öffneten sich die Gassen, Läden wurden aufgesperrt, Händler bauten ihre Stände auf, erste Gewürzgerüche lagen in der Luft – und plötzlich standen wir mittendrin in der Medina von Tanger. Lolo lief neugierig zwischen allem herum, als wäre es ein riesiger Abenteuerspielplatz.

Bunte blaue Tür und Hausfassade mit Blumen in Tanger Marokko

Überall diese wunderschönen Türen und Fassaden

Gasse mit Cafés und Restaurants in den Souks von Tanger

Mittendrin in den Souks – Gewürze, Cafés und jede Menge Leben

Irgendwann sind wir einfach einem kleinen Weg nach oben gefolgt, ohne zu wissen wohin. Und plötzlich standen wir dort: Blick über die Stadt, den Hafen – und unser Kreuzfahrtschiff mittendrin. Vermutlich irgendwo rund um die Kasbah von Tanger, einem der schönsten Aussichtspunkte der Stadt. Ein Moment wie ein Postkartenbild.

Ausblick über den Hafen von Tanger mit Kreuzfahrtschiffen

Der Ausblick über den Hafen – unser Schiff mittendrin

Was uns sofort begeistert hat: die kleinen Saftstände an jeder Ecke. Granatapfel, Papaya, Orange – alles frisch gepresst, intensiv im Geschmack.

Drei frisch gepresste Säfte in Tanger Marokko

Eine kleine Pause mit frisch gepressten Säften

Mittags sind wir eher zufällig in ein Restaurant gestolpert – keine Speisekarte, einfach hinsetzen, und schon kam der Kellner mit einem Krug frischem Saft und einem Starter-Teller. Das Glas wurde kaum leer, schon war es wieder voll. Es folgten mehrere Gänge, alles frisch, alles authentisch. Ehrlich gesagt eines der besten Essen der gesamten Reise. Lolo hat einfach mitgegessen – und die Erdbeeren mit Pistazien-Crumble zum Dessert fand er köstlich, wir auch.

Das Restaurant heißt Restaurant Populaire – an einem kleinen Treppenhang gelegen, leicht zu übersehen und wirklich echt versteckt. Genau deshalb aber auch so besonders.

Restaurant Populaire in Tanger, voll mit Gästen

Restaurant Populaire – versteckt an einem Treppenhang, aber immer gut besucht

Vorspeisen und gegrillter Fisch im Restaurant Populaire Tanger

Eines der besten Essen der ganzen Reise – Vorspeisen und frisch gegrillter Fisch

Erdbeeren mit Pistazien-Crumble als Nachtisch in Tanger

Zum Nachtisch: Erdbeeren mit Pistazien-Crumble – Lolo war begeistert

💶 Preise Tanger

Solche Spots sind oft klein und schnell voll – also lieber früher hingehen.

Der Nachmittag gehörte dem ziellosen Treiben – Gassen rauf und runter, hier und da ein bisschen Feilschen für Souvenirs. Wir haben uns gegen längere Ausflüge zur Hercules Cave und dem Cap Spartel entschieden, einfach zu weit für einen entspannten Tag mit Kleinkind. Alle, die dort waren, meinten, wir hätten nichts verpasst – aber das ist natürlich Ansichtssache.

Später sind wir noch die Promenade raus- und runtergegangen. Ein kleines Kuriosum am Rande: Immer wieder lagen dort Kamele einfach im Sand, mitten am Strand – ein Anblick, an den man sich als Europäer erstmal gewöhnen muss.

Gegen Abend verändert sich Tanger nochmal komplett: Das Licht wird weicher, die Stimmung lebhafter, Musiker fangen an zu spielen – alles wirkt noch intensiver, noch echter. Wir sind erst spät zurück aufs Schiff. Müde, glücklich und irgendwie erfüllt.

Abendstimmung am Hafen von Tanger auf dem Rückweg zum Schiff

Abendstimmung auf dem Rückweg zum Hafen

Mein Fazit zu Tanger: Tanger ist kein Ort, den man abhakt. Tanger ist ein Ort, den man fühlt.

3. Woche

Tag 19: Erneuter Seetag

Tag 20: Palma de Mallorca – Altstadt, Burg & mediterranes Lebensgefühl bei 28 Grad

Altstadt Palma de Mallorca

Altstadt von Palma

Enge Gasse in der Altstadt von Palma de Mallorca mit Bar Atlantico

Mitten in den Gassen der Altstadt

Unser Tag in Palma war einer dieser Tage, an denen einfach alles stimmt. Sonne, 27–28 Grad, entspannte Stimmung und ein Plan, der eigentlich keiner war – nur zwei neue Dinge erkunden, den Rest treiben lassen.

Wichtigste Empfehlung gleich vorweg: Das Kreuzfahrtschiff liegt in Palma oft ziemlich weit außerhalb vom Zentrum. Nicht zu Fuß gehen! Wir haben den Weg einmal unterschätzt, da wir schon mehrmals in Palma waren, und hätten das Schiff dadurch fast verpasst. Also: Uber oder Taxi nehmen.

💶 Preise Transfer Palma

Auch der Hop-on-Hop-off-Bus hält direkt am Hafen, wer das bevorzugt. Die teuren Kreuzfahrt-Transfers braucht man hier wirklich nicht.

Mit dem Uber direkt ins Zentrum und dann einfach losgelaufen. Palma hat diese besondere Mischung: mediterranes Treiben, versteckte Innenhöfe, enge Gassen, kleine Cafés und überall Kunst. Und obwohl wir schon öfter hier waren – Palma hat immer wieder etwas Neues. Palma geht einfach immer.

Diesmal hatten wir uns nur zwei Dinge vorgenommen, die wir noch nicht gemacht hatten. Zuerst durch das Viertel Santa Catalina schlendern – Markthalle, frisch gepresster Orangensaft, treiben lassen. Und dann: hoch zur Burg Castell de Bellver.

Markthalle Santa Catalina in Palma de Mallorca am frühen Morgen

Die Markthalle in Santa Catalina – am frühen Morgen noch angenehm leer

Die Entscheidung fiel schnell: wir gehen zu Fuß. Der Weg war angenehm, ein bisschen Steigung, aber mit dem Buggy gut machbar – die Hauptstraße hoch war nicht stark befahren. Oben erwartet einen ein wunderschöner Rundumblick über Palma bis runter zum Hafen.

Papa schiebt den Buggy den Weg hinauf zum Castell de Bellver (von hinten)

Zu Fuß den Weg hoch zur Burg – mit Buggy gut machbar

Ausblick über Palma de Mallorca und den Hafen vom Castell de Bellver

Der Rundumblick über Palma – bis runter zum Hafen

Castell de Bellver in Palma de Mallorca

Das Castell de Bellver

💶 Preise Castell de Bellver

Da es in der Burg zu viele Stufen für den Buggy gab, haben Papa und Lolo unten gewartet, während ich allein auf Erkundungstour gegangen bin. Fazit: Der Fußweg hat sich mehr gelohnt als jede Busfahrt.

Nach der Burg noch ein kurzer Stopp in unserem Lieblingssupermarkt Mercadona – Wasser, frischer O-Saft und Snacks eingepackt. Ein kleiner Moment Alltag mitten im Urlaub, der irgendwie auch dazugehört.

Mittags dann Tapas: kleine Teller, viel teilen, kein Stress, Lolo isst einfach mit und ist glücklich. Das Essen war gut, aber ehrlich gesagt haben wir schon deutlich bessere Tapas gegessen für weniger Geld – eine Empfehlung gibt's hier ausnahmsweise nicht.

Tapas mit Gambas al Ajillo und Meeresfrüchtesalat in Palma de Mallorca

Unsere Tapas in Palma

Am Nachmittag sind wir wieder einfach losgelaufen, ohne Ziel – und irgendwann in einem Innenhof gelandet. Schatten, ein Bierchen für Papa, Lolo konnte spielen, absolute Ruhe mitten in der Stadt. Genau diese Momente sind es, die bleiben.

Schattiger Platz mit Palme und Straßencafé in Palma de Mallorca

Genau hier haben wir Rast gemacht – ein Bierchen, ein frischer O-Saft, absolute Ruhe

Zurück wollten wir eigentlich wieder ein Uber nehmen – aber die Preise waren plötzlich fast dreimal so hoch wie auf dem Hinweg. Also sind wir zu Fuß Richtung Hafen losgegangen und spontan in einen Bus gesprungen. Beste Entscheidung. Bei dem Preisunterschied hat sich mein Backpacker-Herz gefreut 😄

Im öffentlichen Bus zurück zum Hafen von Palma mit Buggy und Lolo

Zurück zum Hafen mit dem Bus – deutlich günstiger als der Uber am Hinweg

Mein Fazit zu Palma: Palma de Mallorca funktioniert perfekt als Kreuzfahrt-Stopp mit Kleinkind – kurze Wege ins Zentrum, viel zu entdecken, entspannte Atmosphäre und immer wieder neue Ecken, selbst wenn man schon öfter da war. Einfach hingehen, treiben lassen, genießen.

Tag 21: Barcelona – Ausschiffung

Ausschiffungstag. Die Kreuzfahrt ging, wie immer, viel zu schnell vorbei.

Geflogen sind wir zurück mit LOT (Polish Airlines) – und wurden richtig positiv überrascht. Eine neue, sehr saubere Flotte, dazu Teil der Star Alliance. Lolo hat gleich zu Beginn aufmerksam Spielzeug bekommen, und insgesamt war es einfach ein wirklich guter Flug.

Lolo schaut am Gate auf die Flugzeuge auf dem Vorfeld Lolo an Bord des LOT-Flugzeugs auf dem Rückflug

Am Gate und an Bord – der Rückflug mit LOT

Weiter geht's: Im letzten Teil erzähle ich euch alles zu unserem Schiff (MSC Fantasia), unsere Spartipps an Bord – und was am Ende leider schiefging. Hier geht's zu Teil 3 →

💬 Kommentare

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