Nach unseren vier Tagen in Montevideo (Teil 1 hier) ging es endlich los: Koffer packen am Abend, und am nächsten Tag auf das Schiff. Hier nehme ich euch mit durch unsere 21 Tage – Stopp für Stopp.
1. Woche
Tag 1: Montevideo (Einschiffung)
Da wir ja schon vier Tage vorher angereist waren, um Montevideo und die Umgebung zu erkunden, sind wir nach der Einschiffung gar nicht mehr von Bord gegangen. Wir haben uns ganz entspannt umgesehen, die Kabine bezogen und erstmal gegessen.
Tag 2: Buenos Aires, Argentinien – entspannt, spontan und voller kleiner Momente
Unser erster Kreuzfahrt-Stopp – und was für einer. Buenos Aires haben wir uns ganz ohne großen Plan erschlossen, und genau das hat es für mich so besonders gemacht.
Vom Hafen sind wir entspannt zu Fuß losgegangen – etwa 20 bis 25 Minuten mit dem Buggy, absolut machbar. Man sollte es nur wissen und einplanen. Die Stadt war am Morgen noch ruhig, fast ein bisschen verschlafen, und genau das hatte seinen eigenen Charme.
Plaza de Mayo, Buenos Aires
Der berühmte „BA"-Schriftzug – Buenos Aires, wir kommen!
Unser erster Stopp war die Plaza de Mayo, dort haben wir uns einfach treiben lassen. Direkt daneben liegt die Buenos Aires Metropolitan Cathedral – von außen eher schlicht, innen dann überraschend prunkvoll. Auf jeden Fall einen kurzen Besuch wert.
Weiter ging's durch die bekannte Einkaufsstraße Florida Street. Souvenirs, kleine Läden, Straßenkünstler – und natürlich Empanadas 😄 Wir haben welche mit Mais probiert, und selbst Lolo war begeistert.
Lolo und seine erste Empanada – ein voller Erfolg
Dann ging's weiter ins moderne Viertel Puerto Madero – Eis essen, am Wasser entlangspazieren und über die Puente de la Mujer, die wohl bekannteste Brücke der Stadt. Ein schöner, ruhiger Kontrast zur lebhaften Florida Street.
Puerto Madero – mit der Puente de la Mujer im Hintergrund
Von dort sind wir mit dem Uber zum Restaurant Parrilla Polo gefahren – klein, urig, voller Einheimischer. Genau deshalb so gut. Saftige Steaks, frisches Brot, ein richtiges Festmahl.
Parrilla Polo – Steaks satt, genau wie wir es mögen
Weiter ging's ins Viertel Recoleta. Der Eintritt zum berühmten Friedhof kostet etwa 12 € pro Person – nicht günstig, aber absolut sehenswert. So etwas habe ich wirklich noch nie gesehen. Eine geführte Tour wäre möglich gewesen, haben wir aber ausgelassen und sind einfach auf eigene Faust durch die Gassen geschlendert.
Weiter ging es zu Fuß.
Recoleta – ein Friedhof wie eine kleine Stadt
💶 Preise Buenos Aires
- Eintritt Friedhof Recoleta (p. P.)ca. 12 €
Direkt in der Nähe haben wir noch einen wunderschönen Kunsthandwerksmarkt entdeckt – handgemachte Produkte, kleine Stände, Musiker, die einfach so spielen. Einer dieser Orte, an denen man gar nicht merkt, wie die Zeit vergeht.
Kunsthandwerksmarkt im Park – Musik, Stände und viele Menschen, die einfach die Sonne genießen
Zum Abrunden noch eine Pause im Café, kleine Snacks, alle kurz durchgeatmet – und dann hieß es: zurück zum Schiff.
Mit dem Uber ging's zurück zum Hafen – schnell, unkompliziert und ja, ehrlich gesagt ziemlich knapp. Aber alles hat geklappt 😄
Zurück am Hafen – Puerto Buenos Aires
Tag 3 und 4: Seetage
Diese Tage haben wir erstmal genutzt, um das Schiff so richtig kennenzulernen, die Whirlpools und Schwimmbecken auszuprobieren und mit Lolo in den Kids Club zu gehen. Jetzt konnten wir richtig ankommen und auch die Kabine erstmal vernünftig einrichten – bis dahin war noch keine richtige Zeit dafür gewesen, und alles flog eher kreuz und quer rum.
Wir hatten uns für eine Deluxe Innenkabine mit 16 qm entschieden, und es war genügend Platz für uns drei. Wir hatten zwar noch nach einem Balkon-Upgrade gefragt, aber das Schiff war restlos ausgebucht.
Unsere Kabine – hier gerade schön aufgeräumt
Lolo erkundet den Kids-Club-Spielraum
Tag 5: Brasilien – Balneário Camboriú: Seilbahn, Strand & 32 Grad Sommerfeeling
Unser erster Stopp in Brasilien hatte direkt alles: Sonne, Strand, Abenteuer und ein bisschen Adrenalin – und das Beste daran war, dass sich trotzdem alles super unkompliziert mit Kleinkind angefühlt hat.
In Balneário Camboriú mussten wir tendern, aber diesmal war das tatsächlich ein Glücksfall: Das Tenderboot hat uns direkt beim Parque Unipraias rausgelassen – also genau da, wo wir eh als erstes hinwollten.
Mit dem Tenderboot ging es direkt zum Parque Unipraias
Der Parque Unipraias ist weit mehr als nur eine Seilbahn von A nach B. Es gibt mehrere Stationen, tolle Aussichtspunkte, Naturwege, kleine Shops und Snacks – irgendwo zwischen Freizeitpark, Natur und Panorama. Lolo war besonders begeistert von der kleinen Bummelbahn, die dort oben ihre Runden dreht.
Der Blick aus der Gondel auf die beeindruckende Skyline
Unser Schiff von oben – die MSC Fantasia liegt malerisch in der Bucht
An der ersten Station haben wir uns erstmal Zeit gelassen – eine Glasplattform mit atemberaubender Aussicht, die kleine Bummelbahn und ein Rollercoaster-Ride zum Beobachten. Perfekt, um anzukommen und alles auf sich wirken zu lassen.
Die Glasplattform – wer schwindelfrei ist, traut sich den Blick nach unten
Die beeindruckende Skyline von Balneário Camboriú
Auch ich musste diesen Ausblick erstmal auf mich wirken lassen
Weiter ging's mit der Seilbahn runter zum Praia de Laranjeiras – und was für ein Strand! Türkisfarbenes Wasser, lebendige Atmosphäre, viele Restaurants direkt am Meer. Wir haben Lolo erstmal eine Sonnenbrille gekauft (Prioritäten 😄), sind ins Meer gegangen und haben einfach den Moment genossen.
Der Blick auf die Praia de Laranjeiras aus der Gondel
Lolo und Papa im Wasser – Lolo war sofort Feuer und Flamme
Mit der Seilbahn ging's dann zurück, diesmal ohne Zwischenstopp, und danach sind wir noch ein Stück die Promenade entlanggeschlendert. Rechts das Meer, links eine endlose Reihe von Hochhäusern – diese Skyline ist wirklich beeindruckend und ziemlich einzigartig.
Bei 32 Grad haben wir dann gemerkt: jetzt reicht's 😄 Also ab ins Restaurant. Wir haben uns für die Shrimp-Sequenz entschieden – mehrere Gänge Garnelen, auf Portugiesisch „Sequência de Camarão" – und das war wirklich richtig gut.
Die Shrimp-Sequenz – mehrere Gänge Garnelen, und alles richtig lecker
💶 Preise Balneário Camboriú
- Shrimp-Sequenz für 2 Personenca. 60 €
- Shrimp-Sequenz inkl. Getränke (gesamt)ca. 60–70 €
Zum Abschluss noch ein Bier und ein frisch gepresster Orangensaft in entspannter Atmosphäre – Lolo glücklich, wir glücklich. Müde, glücklich und mit dem Gefühl, dass Brasilien direkt überzeugt hat, ging es per Tenderboot zurück zum Schiff.
Zurück zum Schiff – die MSC Fantasia wartet schon
Tag 6: Ilhabela – Natur, Strand & ein perfekter entspannter Inseltag
Nach dem Trubel in Balneário Camboriú kam der komplette Kontrast. Keine Hochhäuser, keine Menschenmassen – einfach nur Ruhe, Natur und dieses wunderbare Gefühl, auf einer echten Insel zu sein.
Auch hier ging's per Tenderboot an Land, aber wie schon beim letzten Stopp war das absolut unkompliziert. Das Boot hat uns direkt in die kleine Stadt gebracht. Die „Innenstadt" von Ilhabela ist klein, liebevoll und voller kleiner Details – Shops, Cafés, Eisdielen, Bars, alles überschaubar und entspannt.
Ankunft mit dem Tenderboot direkt in der kleinen Stadt
Der Ausblick auf unser Schiff in der Bucht von Ilhabela
Auf dem Weg kommt man an der wunderschönen Nossa Senhora D'Ajuda e Bom Sucesso Church vorbei – absolut sehenswert und ein kurzer Stopp, der sich lohnt.
Die Nossa Senhora D'Ajuda e Bom Sucesso Church
Am öffentlichen Strand haben wir erstmal Pause gemacht. Warmes Wasser, entspannte Stimmung, viel Platz – überall kleine Strandbars. Lolo hat geschlafen, und wir haben einfach gelegen, die Sonne genossen und durchgeatmet. Als Lolo aufgewacht ist, ging's gemeinsam ins Wasser, und er fand es großartig.
Praia da Vila – der Stadtstrand von Ilhabela
Mittagsschlaf am Strand – Lolo hat die Ruhe voll ausgekostet
Ab ins Wasser – Lolo fand es großartig
Zur Mittagszeit haben wir das kleine Restaurant „Cheiro Verde" entdeckt, in dem fast nur Einheimische saßen – genau unser Ding. Baby Squids, Shrimps mit Knoblauch, ein traditionelles Gericht. Einfach, frisch, richtig gut.
Cheiro Verde – Baby Squids und Shrimps mit Knoblauch, ganz nach unserem Geschmack
Abendstimmung auf dem Rückweg zum Schiff
Tag 7: Rio de Janeiro – Cristo Redentor, Zuckerhut & ein extrem intensiver, wunderschöner Tag
Es gibt Städte, die kann man nicht einfach „mal eben" besuchen. Rio de Janeiro ist genau so eine. Unser dritter Brasilien-Stopp war der wohl intensivste, vollste und gleichzeitig beeindruckendste Tag der gesamten Reise – Start um 7:00 Uhr morgens, Ende erschöpft und glücklich.
Vom Hafen ging's direkt mit dem Uber los – in Rio ganz klar die beste Entscheidung, denn diese Stadt ist groß. Sehr groß. Wer hier auf öffentliche Verkehrsmittel oder lange Fußwege setzt, verliert wertvolle Zeit, und man hat ja nur einen Tag.
Erstes Ziel war der Cristo Redentor. Mit dem Uber sind wir direkt zum Bahnhof der Corcovado Rack Railway gefahren – der Zug ist im Ticket enthalten, auch wenn einige Taxifahrer versuchen, alternative Wege zu verkaufen. Einfach ignorieren. Die Fahrt nach oben ist schon für sich ein Highlight: etwa 20 Minuten durch dichten Dschungel, wunderschöne Natur. Bei uns fiel sogar noch ein Zug aus, der war kaputt, und wir mussten bestimmt 40 Minuten warten, da insgesamt nur zwei Züge dort verkehren. Wertvolle Zeit ging verloren, aber er wurde schnell repariert.
Cristo Redentor
Der Ausblick vom Cristo Redentor – Zuckerhut und Bucht im Blick
Oben angekommen – Menschenmassen. Lange Wege, kaum Platz mit Buggy, sehr schwer sich zu bewegen. Der Cristo selbst ist trotzdem überwältigend. Ein echtes Weltwunder, ikonisch, absolut sehenswert – aber in Ruhe genießen ist bei dieser Besuchermenge ehrlich gesagt schwierig. Unser Familienfoto? Lolo hat geschlafen 😄
Reality Check da oben – von wegen ruhig genießen, aber es ist halt ein Weltwunder
Unser Familienfoto – Lolo hat den Moment leider verschlafen
Nach der Rückfahrt ging's direkt weiter mit dem Uber zum Sugarloaf Mountain (Zuckerhut). Auch hier hatten wir Fast-Lane-Tickets vorgebucht.
💶 Preise Zuckerhut
- Fast-Lane-Ticket (p. P.)ca. 55 €
- Normales Ticket wäre gewesenca. 20 € weniger
Der Vorteil war aber spürbar: schneller Zugang und kein langes Warten. Die Fast Lane kann man sich gönnen, nötig wäre sie aber wahrscheinlich nicht gewesen – mit Kind wären wir vermutlich sowieso vorgezogen worden. Wir waren an einem Samstag dort, allerdings zur Mittagszeit; zu anderen Tageszeiten, zum Beispiel zum Sonnenuntergang, soll es dort deutlich voller sein.
Die erste Station, der Morro da Urca, hat schon einen megaschönen Ausblick auf Rio, dazu einen Helikopterlandeplatz und kleine Shops – eine perfekte Pause zwischendurch. Lolo fand es toll, den Helikoptern beim Starten und Landen zuzugucken. Ganz oben dann absoluter Panoramablick: Copacabana von oben, die Skyline, das Meer.
Lolo genießt den Ausblick vom Morro da Urca
Die zweite Seilbahnfahrt zum Zuckerhut hoch
Der Ausblick vom Zuckerhut auf die Copacabana
Nächster Stopp: Copacabana Beach. Und plötzlich war alles anders. Musik, Sportler überall, Volleyball und Fußball am Strand, Künstler, kleine Bars – eine komplett andere Energie als der Vormittag.
Copacabana – Palmen, Flaggen und jede Menge Leben am Strand
Die berühmte Wellen-Promenade von Copacabana
Wir haben in der Nähe vom Strand gegessen, etwa zwei Blocks dahinter, im Restaurant O Caranguejo – Shrimps, Baby Squids, Pommes und frisch gepresster Orangensaft für Lolo. Genau das Richtige nach einem intensiven Vormittag.
O Caranguejo – Shrimps, Baby Squids und Pommes, zwei Blocks vom Strand entfernt
Danach mussten wir noch eine Açaí Bowl probieren, Brasilien-Pflichtprogramm: wie Frozen Yogurt mit Toppings, wird gewogen, super frisch und lecker. Gegessen haben wir im „The Best Açaí" an der Copacabana – abgewogen an der Kasse, hat uns pro Bowl umgerechnet etwa 5 € gekostet. Absolute Empfehlung.
Açaí Bowl im „The Best Açaí" – frisch, lecker und mit viel Topping
Zum Abschluss dann noch eine Kokosnuss und ein Bier an der Strandbar, Blick aufs Meer – ein kurzer Moment Ruhe mitten in Rio, bevor's mit dem Uber zurück zum Hafen ging.
Eine frische Kokosnuss zum Ausklang an der Copacabana
Zurück am Hafen – vor dem RIO-Schild und unserem Schiff
Tolle Stimmung – unser Schiff verlässt am Abend den Hafen von Rio
Tag 8 und 9: Seetage
Lolo hat es geliebt, aufs Wasser zu gucken
Diese Tage haben wir einfach wieder zum Entspannen genutzt – gerade nach Rio war das auch bitter nötig. Ich finde Tagesausflüge toll und spannend, aber Seetage haben auch echt was für sich. Man startet viel entspannter in den Tag und kann den Tag genießen, ohne Stress, rechtzeitig zurück zum Schiff zu kommen.
2. Woche
Tag 10: Maceió – Strandspaziergang, Märkte & ein entspannter halber Kreuzfahrt-Tag
Manchmal sind es gerade die kurzen Stopps, die überraschend gut funktionieren. Maceió war genau so ein Tag: kein großes Sightseeing, kein Stress – einfach ein ruhiger Mix aus Strand, kleinen Entdeckungen und Familienzeit.
In Maceió gab's als Erstes Windel-Nachschub – die Vorräte waren komplett leer. Also ab in eine Drogerie in der Stadt, was überhaupt kein Thema war. Windeln im Ausland zu bekommen ist wirklich nirgends ein Problem.
Dieser Stopp war bewusst kurz, weil dann die lange Überfahrt nach Europa erfolgte. Ankunft um 7:00 Uhr, Abfahrt schon um 14:00 Uhr. Vom Schiff aus gab's einen Transfer in die Stadt, aber wir haben uns entschieden, zu Fuß zu gehen – etwa 20 bis 25 Minuten direkt am Wasser entlang.
Ehrlich gesagt ist die Stadt selbst nicht besonders schön, aber der Strandbereich ist angenehm und entspannt. Genau das Richtige für einen halben Tag ohne große Pläne.
Die typischen bunten Segelboote am Strand von Maceió
Stattdessen sind wir durch kleine lokale Märkte geschlendert – handgemachte Souvenirs, lokale Kunst und überall Cashew-Produkte. Cashew ist hier wirklich ein Thema: frisch, lokal und an jeder Ecke erhältlich.
Für Lolo war der Tag überraschend schön: mehrere kleine Spielplätze, viel Sand, Muscheln sammeln. Manchmal braucht es genau das – nichts Besonderes, einfach Freiheit und Raum zum Entdecken.
Lolo am Strand von Maceió, kurz bevor der Regen kam
Das Wetter zeigte sich etwas wechselhaft – Sonne, dann kurze Regenschauer, dann wieder Sonne. Die Strandbar hat das entspannt gelöst: Sonnenschirme wurden kurzerhand als Regenschutz umfunktioniert. Snacks, Getränke, Sand unter den Füßen, Lolo zufrieden im Sand beschäftigt.
Da sind wir am Ende gelandet – am Strand bei der Sampa Beach Strandbar haben wir den halben Tag ausklingen lassen
Tag 11 bis 15: 5 Seetage – und warum sie viel zu schnell vorbei gingen
Fünf Seetage hintereinander. Als wir das im Reiseplan gesehen haben, hatten wir ehrlich gesagt kurz Respekt. So lange nur auf dem Schiff? Wird das langweilig mit Kleinkind? Und dann kam alles anders – denn am Ende waren genau diese Tage die entspanntesten der gesamten Reise.
Unsere Seetage haben immer gleich begonnen: kein Wecker, kein Zeitdruck, einfach aufwachen und schauen, was der Tag bringt. Dieses Gefühl von „Urlaub im Urlaub" – wer Kleinkind-Reisen kennt, weiß, wie selten das ist.
Der Tagesrhythmus hat sich schnell von selbst gefunden: Frühstück mehr oder weniger in Ruhe mit Lolo (er ist oft rumgelaufen und wir mussten hinter ihm her – wer kennt das nicht als Eltern), ab an den Pool, Sonne genießen, zwischendurch in den Whirlpool. Lolo hat es geliebt.
Ehrlich gesagt isst man auf einem Kreuzfahrtschiff ständig – das ist vermutlich auch nicht für jedermann was. Man muss damit rechnen, am Ende des Urlaubs 2–3 kg mehr auf den Hüften zu haben 😄
Nachmittagssnack an den Seetagen – frische Kekse und Gebäck, einfach lecker
Ein großer Pluspunkt der Seetage war das Bord-Spielzimmer. Im MSC Kids Club hat Lolo schnell andere Kinder gefunden, neue Spiele entdeckt und sich richtig ausgetobt – und wir hatten dadurch auch mal etwas Luft. Allerdings haben wir ihn nie allein im Kids Club gelassen, das wollten wir nicht. Ab drei Jahren ist das generell möglich, vielleicht kommt das später mal für uns in Frage, wenn Lolo das selber möchte.
Noch eine Runde im Kids Club – hier war immer was zu entdecken
Was uns wirklich überrascht hat: wie schnell man auf einem Schiff Kontakte knüpft. Gespräche am Pool, Austausch beim Essen, gemeinsame Spielmomente mit anderen Familien – alles sehr entspannt und ungezwungen.
Zwischendurch haben wir Tischtennis gespielt, das Schiff erkundet und Deckspaziergänge gemacht. Klingt simpel – war aber genau das Richtige als Ausgleich. Auch ein paar Vorträge an Bord haben wir uns angehört – Lolo hat sich in der Zeit meistens ganz gut selbst beschäftigt.
Während wir einem Vortrag lauschten, hat Lolo sich mit seinem Spielzeugauto beschäftigt
Mittags haben wir Lolo häufig im Buggy schlafen lassen – dafür sind wir einfach die Gänge des Schiffes entlanggelaufen, bis er eingeschlafen ist. Das hat für uns richtig gut funktioniert 🎉
Mittagsschlaf im Buggy – die Gänge entlang, bis Lolo eingeschlafen ist
Ostern ist an uns in diesem Jahr eigentlich fast vorbeigegangen – aber die Crew hat immer wieder mit liebevoller Deko dafür gesorgt, dass wir uns doch daran erinnert haben.
Osterdeko an Bord – so schön, dass man das Fest doch nicht ganz vergessen hat
🎉 Highlight: Äquatorüberquerung
Und dann war da noch ein Highlight, das wir fast vergessen hätten zu erwähnen – dabei war es wohl der unvergesslichste Moment der gesamten Seetage: die Äquatorüberquerung. Auf dem Weg von Brasilien nach Europa haben wir zum zweiten Mal auf einer Kreuzfahrt den Äquator überquert. Lolo übrigens auch – sein zweites Mal, mit gerade mal zwei Jahren.
Eine Linie wurde auf dem Deck gezogen, Sekt wurde eingeschenkt, und einer nach dem anderen durfte feierlich über die Linie hüpfen. Der Kapitän war persönlich anwesend, hielt eine Rede – und irgendwie hatte dieser simple Moment auf dem offenen Atlantik etwas richtig Magisches. So etwas erlebt man nicht alle Tage.
Anstehen zur Äquatortaufe – ein bisschen Warten gehörte dazu, aber die Stimmung war großartig
Tag 16: Santa Cruz de Tenerife – Sonne, Tapas & ein perfekter Kontrast
Manchmal braucht es gar keinen großen Plan. Unser Tag in Santa Cruz de Tenerife war genau so – einfach treiben lassen, gutes Essen, Sonne genießen und Lolo mittendrin.
Das Beste direkt vorweg: In Santa Cruz liegt das Kreuzfahrtschiff wirklich zentral. Wir konnten einfach loslaufen – etwa 10 Minuten bis ins Zentrum, perfekt mit Kleinkind und ohne Transferstress.
Der Weg vom Hafen ins Zentrum – wirklich sehr kurz
Ankunft in der Stadt – das Santa-Cruz-Schild mit dem schönen Teich dahinter
Zu Fuß sind wir als erstes zur Markthalle Mercado Nuestra Señora de África: frische Lebensmittel, kleine Stände, lokale Spezialitäten und eine wunderschöne Atmosphäre. Überall im Mercado gibt's frisches Obst, und ganz unten gibt es sogar einen Supermercado: Superdino, der auf Teneriffa an vielen Ecken vertreten ist.
Der Eingang zur Markthalle – Mercado Nuestra Señora de África
Wir waren an Ostermontag dort – entsprechend war wenig los, die meisten Besucher kamen vom Kreuzfahrtschiff, da an einem Feiertag kaum Einheimische unterwegs waren. Hier haben wir uns natürliches Eis und frisch gepressten Orangensaft gegönnt.
Da wir schon einmal auf Teneriffa waren, haben wir diesmal bewusst auf klassisches Sightseeing verzichtet. Stattdessen: einfach durch die Einkaufsstraßen schlendern, kleine Läden entdecken, Atmosphäre aufsaugen. Ein großer Pluspunkt für Familien: Es gibt wirklich viele kleine Spielmöglichkeiten für Kinder in der Stadt.
Kurze Spielplatz-Pause zwischendurch
Mittags haben wir uns auf einem kleinen Platz hingesetzt – Sonne, ein kühles Bier, Lolo spielt neben uns, und auf dem Tisch Gambas in Knoblauch. Einfach köstlich. Einer dieser Momente, die man nicht planen kann.
Gambas in Knoblauchöl – einfach köstlich
Tag 17: Seetag
Tag 18: Tanger – ein stiller Morgen, bunte Souks und ein perfekter Tag ohne Plan
Manchmal sind es genau die Tage ohne große Sightseeing-To-do-Liste, die am meisten bleiben. Unser Stopp in Tanger war genau so einer.
Als wir morgens ankamen, lag der Hafen noch still da. Kaum Menschen, kaum Geräusche – einer dieser seltenen Momente, in dem man kurz innehält und die Ruhe aufsaugt. Wir sind einfach losgelaufen, ohne Plan.
Ankunft in Tanger – ruhig und entspannt ging's los
Was uns direkt überrascht hat: Wie modern und sauber Tanger von der Stadt her wirkte. Das liegt vermutlich auch daran, dass hier häufig Kreuzfahrtschiffe anlegen.
Nach und nach öffneten sich die Gassen, Läden wurden aufgesperrt, Händler bauten ihre Stände auf, erste Gewürzgerüche lagen in der Luft – und plötzlich standen wir mittendrin in der Medina von Tanger. Lolo lief neugierig zwischen allem herum, als wäre es ein riesiger Abenteuerspielplatz.
Überall diese wunderschönen Türen und Fassaden
Mittendrin in den Souks – Gewürze, Cafés und jede Menge Leben
Irgendwann sind wir einfach einem kleinen Weg nach oben gefolgt, ohne zu wissen wohin. Und plötzlich standen wir dort: Blick über die Stadt, den Hafen – und unser Kreuzfahrtschiff mittendrin. Vermutlich irgendwo rund um die Kasbah von Tanger, einem der schönsten Aussichtspunkte der Stadt. Ein Moment wie ein Postkartenbild.
Der Ausblick über den Hafen – unser Schiff mittendrin
Was uns sofort begeistert hat: die kleinen Saftstände an jeder Ecke. Granatapfel, Papaya, Orange – alles frisch gepresst, intensiv im Geschmack.
Eine kleine Pause mit frisch gepressten Säften
Mittags sind wir eher zufällig in ein Restaurant gestolpert – keine Speisekarte, einfach hinsetzen, und schon kam der Kellner mit einem Krug frischem Saft und einem Starter-Teller. Das Glas wurde kaum leer, schon war es wieder voll. Es folgten mehrere Gänge, alles frisch, alles authentisch. Ehrlich gesagt eines der besten Essen der gesamten Reise. Lolo hat einfach mitgegessen – und die Erdbeeren mit Pistazien-Crumble zum Dessert fand er köstlich, wir auch.
Das Restaurant heißt Restaurant Populaire – an einem kleinen Treppenhang gelegen, leicht zu übersehen und wirklich echt versteckt. Genau deshalb aber auch so besonders.
Restaurant Populaire – versteckt an einem Treppenhang, aber immer gut besucht
Eines der besten Essen der ganzen Reise – Vorspeisen und frisch gegrillter Fisch
Zum Nachtisch: Erdbeeren mit Pistazien-Crumble – Lolo war begeistert
💶 Preise Tanger
- Mehrgängiges Essen (p. P.)ca. 25 €
Der Nachmittag gehörte dem ziellosen Treiben – Gassen rauf und runter, hier und da ein bisschen Feilschen für Souvenirs. Wir haben uns gegen längere Ausflüge zur Hercules Cave und dem Cap Spartel entschieden, einfach zu weit für einen entspannten Tag mit Kleinkind. Alle, die dort waren, meinten, wir hätten nichts verpasst – aber das ist natürlich Ansichtssache.
Später sind wir noch die Promenade raus- und runtergegangen. Ein kleines Kuriosum am Rande: Immer wieder lagen dort Kamele einfach im Sand, mitten am Strand – ein Anblick, an den man sich als Europäer erstmal gewöhnen muss.
Gegen Abend verändert sich Tanger nochmal komplett: Das Licht wird weicher, die Stimmung lebhafter, Musiker fangen an zu spielen – alles wirkt noch intensiver, noch echter. Wir sind erst spät zurück aufs Schiff. Müde, glücklich und irgendwie erfüllt.
Abendstimmung auf dem Rückweg zum Hafen
3. Woche
Tag 19: Erneuter Seetag
Tag 20: Palma de Mallorca – Altstadt, Burg & mediterranes Lebensgefühl bei 28 Grad
Altstadt von Palma
Mitten in den Gassen der Altstadt
Unser Tag in Palma war einer dieser Tage, an denen einfach alles stimmt. Sonne, 27–28 Grad, entspannte Stimmung und ein Plan, der eigentlich keiner war – nur zwei neue Dinge erkunden, den Rest treiben lassen.
💶 Preise Transfer Palma
- Uber zum Zentrum (hin)ca. 11 €
- Öffentlicher Bus zum Hafen (zurück, p. P.)ca. 2,50 €
Auch der Hop-on-Hop-off-Bus hält direkt am Hafen, wer das bevorzugt. Die teuren Kreuzfahrt-Transfers braucht man hier wirklich nicht.
Mit dem Uber direkt ins Zentrum und dann einfach losgelaufen. Palma hat diese besondere Mischung: mediterranes Treiben, versteckte Innenhöfe, enge Gassen, kleine Cafés und überall Kunst. Und obwohl wir schon öfter hier waren – Palma hat immer wieder etwas Neues. Palma geht einfach immer.
Diesmal hatten wir uns nur zwei Dinge vorgenommen, die wir noch nicht gemacht hatten. Zuerst durch das Viertel Santa Catalina schlendern – Markthalle, frisch gepresster Orangensaft, treiben lassen. Und dann: hoch zur Burg Castell de Bellver.
Die Markthalle in Santa Catalina – am frühen Morgen noch angenehm leer
Die Entscheidung fiel schnell: wir gehen zu Fuß. Der Weg war angenehm, ein bisschen Steigung, aber mit dem Buggy gut machbar – die Hauptstraße hoch war nicht stark befahren. Oben erwartet einen ein wunderschöner Rundumblick über Palma bis runter zum Hafen.
Zu Fuß den Weg hoch zur Burg – mit Buggy gut machbar
Der Rundumblick über Palma – bis runter zum Hafen
Das Castell de Bellver
💶 Preise Castell de Bellver
- Eintritt (p. P.)ca. 4 €
Da es in der Burg zu viele Stufen für den Buggy gab, haben Papa und Lolo unten gewartet, während ich allein auf Erkundungstour gegangen bin. Fazit: Der Fußweg hat sich mehr gelohnt als jede Busfahrt.
Nach der Burg noch ein kurzer Stopp in unserem Lieblingssupermarkt Mercadona – Wasser, frischer O-Saft und Snacks eingepackt. Ein kleiner Moment Alltag mitten im Urlaub, der irgendwie auch dazugehört.
Mittags dann Tapas: kleine Teller, viel teilen, kein Stress, Lolo isst einfach mit und ist glücklich. Das Essen war gut, aber ehrlich gesagt haben wir schon deutlich bessere Tapas gegessen für weniger Geld – eine Empfehlung gibt's hier ausnahmsweise nicht.
Unsere Tapas in Palma
Am Nachmittag sind wir wieder einfach losgelaufen, ohne Ziel – und irgendwann in einem Innenhof gelandet. Schatten, ein Bierchen für Papa, Lolo konnte spielen, absolute Ruhe mitten in der Stadt. Genau diese Momente sind es, die bleiben.
Genau hier haben wir Rast gemacht – ein Bierchen, ein frischer O-Saft, absolute Ruhe
Zurück wollten wir eigentlich wieder ein Uber nehmen – aber die Preise waren plötzlich fast dreimal so hoch wie auf dem Hinweg. Also sind wir zu Fuß Richtung Hafen losgegangen und spontan in einen Bus gesprungen. Beste Entscheidung. Bei dem Preisunterschied hat sich mein Backpacker-Herz gefreut 😄
Zurück zum Hafen mit dem Bus – deutlich günstiger als der Uber am Hinweg
Tag 21: Barcelona – Ausschiffung
Ausschiffungstag. Die Kreuzfahrt ging, wie immer, viel zu schnell vorbei.
Geflogen sind wir zurück mit LOT (Polish Airlines) – und wurden richtig positiv überrascht. Eine neue, sehr saubere Flotte, dazu Teil der Star Alliance. Lolo hat gleich zu Beginn aufmerksam Spielzeug bekommen, und insgesamt war es einfach ein wirklich guter Flug.
Am Gate und an Bord – der Rückflug mit LOT
💬 Kommentare
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