21 Tage Kreuzfahrt mit Kleinkind – Montevideo bis Barcelona & ein verlorener Koffer am Ende
Unsere dritte Kreuzfahrt mit Lolo (2 Jahre)
Am März 2026 begann unser nächstes großes Abenteuer: unsere dritte Kreuzfahrt mit Kleinkind.
Diesmal ging es richtig weit – nach Südamerika und zurück nach Europa.
Der Start war schon ein kleines Abenteuer für sich:
Hamburg → Paris → São Paulo → Montevideo. Ein Langstreckenflug mit Kleinkind. Mehr Tipps für Fliegen mit Kleinkind findet ihr hier: Reisen mit Kind Tipps
Montevideo – unser Start in Uruguay
Mittags sind wir einen Tag später angekommen und haben direkt gemerkt: Hier ticken die Uhren langsamer.
Wir hatten ein Airbnb mitten in der Altstadt: 1 Schlafzimmer, Wohnzimmer mit Schlafcouch, viel Platz also und das war perfekt mit Kind.
👉 [Airbnb/Booking Link hier einfügen]
Montevideo war überraschend herbstlich. Blätter lagen überall auf den Straßen. Dies sollte man bedenken, wenn bei uns Frühling ist, ist dort eben Herbst. Das Wetter war trotzdem warm, so um die 24 Grad.
Versorgung in Montevideo
Die Versorgung war auch gar kein Problem, wir haben uns ja bewusst für eine Wohnung und nicht für ein Hotel entschieden, also mussten wir natürlich auch einkaufen gehen. Wir mögen es gerne durch die Supermärkte im Ausland zu schlendern und zu gucken, was es alles Neues gibt. Zwei Blocks entfernt fanden wir den Supermarkt „Tata“.
Da gibt es einfach alles, was man braucht. Aber ehrlich gesagt: Die besten Sachen kamen aus kleinen Obstläden. Tomaten, Papayas, Nektarinen – geschmacklich ein riesiger Unterschied zu Europa. Einfach köstlich! Gegen Nachmittag kam der Hunger und es ging zu:
Bar Tasende nahe Plaza Independencia. Dort gab es Pizza in Stücken aus dem Steinofen.
[📸 Bild einfügen: Pizza Restaurant Montevideo]
Preis: ca. 6 € pro Stück. Nach einem Stück ist man etwas satt, aber zwei schafft man auch gut.
La Rambla – 4 km Spaziergang mit schlafendem Kind
Am nächsten Tag liefen wir die berühmte Promenade entlang:
La Rambla Montevideo. Lolo schlief die meiste Zeit im Buggy – und wir hatten endlich Zeit, alles wirken zu lassen.
Meerblick, Skyline, Strand, entspannte Atmosphäre, überall Mate-Trinker mit Thermoskannen (soziales Ritual in Uruguay). Wir liefen bis zum berühmten Montevideo-Schild. Durch das schöne Pocitos Viertel und wir machten auch einen kleinen Abstecher in die Punta Carretas Shopping Mall. Dort gab es Eis: ca. 3 € pro Kugel (teuer, für deutsche Preise, aber sehr gut) und wir meckern in Deutschland, wenn die Eispreise wieder steigen. Überall auf dem Weg zum Montevideo-Schild, waren kleine Spielplätze, das war super mit Kind. So hatte Lolo auch Spaß und konnte sich zwischendurch immer mal wieder austoben.
[📸 Bild einfügen: La Rambla Skyline]
Am Abend ging es ins Steakrestaurant: echtes Asado in Uruguay, das ist ein MUSS.
Sehr gut gegessen haben wir im: El Fogón / Asado Grill. Das Tenderloin und Baby Beef waren ausgezeichnet. Vermutlich haben wir noch nie so gutes Steak gegessen. Es wird direkt sichtbar über dem Feuergrill zubereitet. Preis: 20–25 € pro Person.
[📸 Bild einfügen: Steak Asado]
Tagesausflug Punta del Este
Wir haben dafür eine GetYourGuide Tour gebucht von Montevideo → Punta del Este, da wir noch etwas mehr von diesem wunderschönen Land sehen wollten. Die Tour hat 34 € pro Erwachsenen und 17 € für Lolo gekostet.
Die Highlights waren auf jeden Fall: die berühmte „Hand im Sand“ (Los Dedos), die tolle Küstenstraße, Aussichtspunkte und verschiedene kleine Stopps unterwegs. Lolo hat den Großteil der Fahrt im Bus geschlafen.
[📸 Bild einfügen: Punta del Este Hand]
Link mit get your guide tour.
Uruguay Tipps mit Kleinkind
sehr sauberes Wasser (keine Sorge beim Duschen)
Uber funktioniert super
Kreditkarte überall akzeptiert
Mate gehört zur Kultur (überall sichtbar)
sehr entspanntes Land für Reisen mit Kind
Regen in Montevideo & entspannter Tag
Unser letzter Tag begann mit Regen.
Perfekt für: Nudeln kochen zuhause, Pause machen und wieder Packen.
Als der Regen dann endlich aufhörte sind wir noch zum Mirador Panorámico (22. Stock, kostenlos)
[📸 Bild einfügen: Stadtblick Montevideo]
Abends Essen im:
👉 El Chipirón
Shrimps
Calamari
Fisch mit Zitronen-Oregano-Dip
👉 nur Einheimische – absolut empfehlenswert
Kreuzfahrt Teil 2
Start der Kreuzfahrt
🧳 Vorbereitung auf die Kreuzfahrt
Am Abend: Koffer packen.
Am nächsten Tag ging es aufs Schiff.
1. Woche:
Tag 1: Montevideo
Da wir ja schon vier Tage vorher angereist waren um Montevideo und die Umgebung zu erkunden, sind wir nach der Einschiffung nicht mehr von Board gegangen. Wir haben uns ganz entspannt umgesehen, die Kabine bezogen und gegessen.
Tag 2: Buenos Aires, Argentinien mit Kleinkind – entspannt, spontan und voller kleiner Momente
Unser erster Kreuzfahrt-Stopp — und was für einer. Buenos Aires haben wir uns ganz ohne großen Plan erschlossen, und genau das hat es so besonders gemacht.
Vom Hafen in die Stadt
Vom Hafen sind wir entspannt zu Fuß losgegangen — etwa 20 bis 25 Minuten mit dem Buggy, absolut machbar. Man sollte es nur wissen und einplanen. Die Stadt war am Morgen noch ruhig, fast ein bisschen verschlafen, und genau das hatte seinen ganz eigenen Charme.
[📸 Bild einfügen: Hafen Buenos Aires / ruhige Straße]
Plaza de Mayo — das Herz der Stadt
Unser erster Stopp war die Plaza de Mayo, und wir haben uns dort einfach mal treiben lassen. Direkt daneben liegt die Buenos Aires Metropolitan Cathedral — von außen eher schlicht, innen dann überraschend prunkvoll. Auf jeden Fall einen kurzen Besuch wert.
[📸 Bild einfügen: Kathedrale innen]
Florida Street — Souvenirs, Empanadas & Straßenleben
Weiter ging es durch die bekannte Einkaufsstraße Florida Street. Souvenirs, kleine Läden, Straßenkünstler — und natürlich Empanadas 😄 Wir haben welche mit Mais probiert, und selbst Lolo war begeistert. Wer hier unterwegs ist, wird übrigens lautstark zum Geldwechseln aufgefordert (ACHTUNG – vorher über den Wechselkurs informieren und nicht übern Tisch ziehen lassen, sollte man Geld wechseln)— wegen der Währungssituation in Argentinien. Wir haben einfach alles mit Karte bezahlt, das hat problemlos geklappt.
[📸 Bild einfügen: Empanadas]
Puerto Madero — Wasser, Eis & die berühmte Brücke
Dann ging es weiter ins moderne Viertel Puerto Madero. Eis essen, am Wasser entlangspazieren, die entspannte Atmosphäre genießen — und natürlich über die Puente de la Mujer, die wohl bekannteste Brücke der Stadt. Ein schöner, ruhiger Kontrast zum lebhaften Treiben der Florida Street.
[📸 Bild einfügen: Brücke + Wasser]
Von dort aus sind wir mit dem Uber zu einem kleinen empfohlenen Rrestaurant gefahren — klein, urig, voller Einheimischer. Genau deshalb so gut. (Restaurantname folgt)
[📸 Bild einfügen: Restaurant Szene]
Recoleta Cemetery — so einen Friedhof haben wir noch nie gesehen
Weiter ging es ins Viertel Recoleta. Der Eintritt zum berühmten Friedhof kostet etwa 12 € pro Person— nicht günstig, aber absolut sehenswert. So etwas haben wir wirklich noch nie gesehen. Eine geführte Tour wäre möglich gewesen, haben wir aber ausgelassen und sind einfach auf eigene Faust durch die Gassen geschlendert.
[📸 Bild einfügen: Friedhof Recoleta]
Kunstmarkt & Straßenmusik — echtes Buenos Aires
Direkt in der Nähe haben wir noch einen wunderschönen Kunsthandwerksmarkt entdeckt — handgemachte Produkte, kleine Stände, Musiker, die einfach so spielen. Einer dieser Orte, an denen man gar nicht merkt, wie die Zeit vergeht. Zum Abrunden noch eine Pause im Café, kleine Snacks, alle kurz durchgeatmet — und dann hieß es: zurück zum Schiff.
[📸 Bild einfügen: Markt + Musiker / Café Szene]
Rückfahrt — auf den letzten Drücker
Mit dem Uber ging es zurück zum Hafen — schnell, unkompliziert und ja, ehrlich gesagt ziemlich knapp. Aber alles hat geklappt 😄
Unser Fazit
Buenos Aires hat uns überrascht — wie entspannt, vielseitig und unkompliziert die Stadt auch mit Kleinkind funktioniert. Unser Tipp: Nicht zu viel vornehmen. Einfach laufen, schauen, erleben. Der Rest ergibt sich von selbst.
Tag 3 und 4: Seetage
Diese Tage haben wir erstmal genutzt, um das Schiff so richtig kennen zu lernen, die Whirlpools und Schwimmbecken zu nutzen und mit Lolo in den Kids Club zu gehen. Jetzt konnten wir so richtig ankommen und auch die Kabine erstmal richtig einrichten. Da war bis hierhin noch keine richtige Zeit für und alles flog eher kreuz und quer rum. Also erstmal Ordnung schaffen. Wir hatten uns für eine Innenkabine entschieden. Es war eine Deluxe Innenkabine mit 16 qm und dementsprechend war genügend Platz für uns drei. Wir hatten noch nach einem Balkon-Upgrade gefragt, aber das Schiff war restlos ausgebucht.
Tag 5: BRASILIEN: Balneário Camboriú mit Kleinkind – Seilbahn, Strand & 32 Grad Sommerfeeling
Unser erster Stopp in Brasilien hatte direkt alles: Sonne, Strand, Abenteuer und ein bisschen Adrenalin — und das Beste daran war, dass sich trotzdem alles super unkompliziert mit Kleinkind angefühlt hat.
Ankunft & Tenderboot — ein echter Vorteil
In Balneário Camboriú mussten wir tendern, aber diesmal war das tatsächlich ein Glücksfall: Das Tenderboot hat uns direkt beim Parque Unipraias rausgelassen — also genau da, wo wir eh als erstes hinwollten. Kein langer Fußweg, direkt mitten im Geschehen.
[📸 Bild einfügen: Tenderboot / Ankunft]
Unser wichtigster Tipp vorab: Tickets unbedingt vorher buchen! Die Schlange vor Ort war riesig — gefühlt ist das halbe Kreuzfahrtschiff direkt dorthin marschiert. Ohne Vorabbuchung hätte man gerade mit Kind ewig gewartet. Wir hatten das Glück, dass ein brasilianischer Freund das für uns organisiert hat (da man eine CPF Nummer angeben muss, die brasilianische Steueridentifikationsnummer), und wurden dank Buggy netterweise auch noch vorgelassen. Der Buggy darf übrigens mit in die Seilbahn — kein Problem.
Die Seilbahn — mehr als nur Transport
Der Parque Unipraias ist weit mehr als eine Seilbahn von A nach B. Es gibt mehrere Stationen, tolle Aussichtspunkte, Naturwege, kleine Shops und Snacks — irgendwo zwischen Freizeitpark, Natur und Panorama. Lolo war besonders begeistert von der kleinen Bummelbahn, die dort oben ihre Runden dreht. Wer die einzelnen Attraktionen nutzen möchte, sollte sie vorab buchen — manches geht aber auch noch vor Ort.
[📸 Bild einfügen: Seilbahn / Aussicht]
Erste Station — Aussicht & Abenteuer
An der ersten Station haben wir uns erstmal Zeit gelassen. Eine Glasplattform mit atemberaubender Aussicht, die kleine Bummelbahn und ein Rollercoaster-Ride zum Beobachten, sorgten dafür, dass wir gar nicht so schnell weiterwollten. Perfekt, um anzukommen und alles auf sich wirken zu lassen.
[📸 Bild einfügen: Glasplattform / Aussicht]
Praia de Laranjeiras — Strand, Sonne & Meer
Weiter ging es mit der Seilbahn runter zum Praia de Laranjeiras — und was für ein Strand. Türkisfarbenes Wasser, lebendige Atmosphäre, viele Restaurants direkt am Meer. Wir haben Lolo erstmal eine Sonnenbrille gekauft (Prioritäten 😄), sind ins Meer gegangen und haben einfach den Moment genossen. Einer dieser perfekten Strand-Momente, an die man sich noch lange erinnert.
[📸 Bild einfügen: Strand]
Zurück & Promenade
Mit der Seilbahn ging es dann zurück, diesmal ohne Zwischenstopp, und danach sind wir noch ein Stück entlang der Promenade geschlendert. Rechts das Meer, linka eine endlose Reihe von Hochhäusern — diese Skyline ist wirklich beeindruckend und ziemlich einzigartig. Hinter den Hochhäusern soll es übrigens eine ältere Brücke zur Altstadt geben — das haben wir leider nicht mehr geschafft, aber definitiv ein Tipp für das nächste Mal.
[📸 Bild einfügen: Skyline Promenade]
🥵 32 Grad — und erstmal Pause
Irgendwann haben wir bei 32 Grad gemerkt: jetzt reicht’s 😄 Also ab ins Restaurant. Wir haben uns für die Shrimp-Sequenz entschieden — mehrere Gänge Garnelen, auf Portugiesisch „Sequência de Camarão“ — und das war wirklich richtig gut. Mit Getränken haben wir ca. 60–70 € bezahlt, nicht günstig, aber absolut lecker und jeden Cent wert und auch eine Abwechslung zum Essen auf dem Schiff.
[📸 Bild einfügen: Garnelen / Essen]
Zum Abschluss noch ein Bier und frisch gepressten Orangensaft in entspannter Atmosphäre, Lolo glücklich, wir glücklich — einfach sitzen, schauen, genießen.
[📸 Bild einfügen: Bar / Sonnenuntergang]
Zurück zum Schiff
Müde, glücklich und mit dem Gefühl, dass Brasilien direkt überzeugt hat, ging es per Tenderboot zurück zum Schiff.
Unser Fazit
Balneário Camboriú ist ein idealer Kreuzfahrt-Stopp mit Kind — alles liegt nah beieinander, es gibt viel Abwechslung und Strand und Action lassen sich wunderbar kombinieren. Unser wichtigster Tipp: Tickets für die Seilbahn vorher sichern — das spart gerade mit Kleinkind eine Menge Nerven.
Tag 6: Ilhabela mit Kleinkind – Natur, Strand & ein perfekter entspannter Inseltag
Nach dem Trubel in Balneário Camboriú kam der komplette Kontrast. Keine Hochhäuser, keine Menschenmassen — einfach nur Ruhe, Natur und dieses wunderbare Gefühl, auf einer echten Insel zu sein. Unser zweiter Brasilien-Stopp: Ilhabela.
Ankommen — direkt im kleinen Paradies
Auch hier ging es per Tenderboot an Land, aber wie schon beim letzten Stopp war das absolut unkompliziert. Das Boot brachte uns direkt in die kleine Stadt — kein langer Fußweg, alles sofort erreichbar. Eigentlich der perfekte Start.
[📸 Bild einfügen: Tenderboot / Inselblick]
Erste Eindrücke
Die „Innenstadt“ von Ilhabela ist klein, liebevoll und voller kleiner Details, die man einfach mag. Kleine Shops, Cafés, Eisdielen, Bars — alles überschaubar, alles entspannt. Nichts wirkt touristisch überlaufen, und genau das macht den Charme aus.
[📸 Bild einfügen: kleine Gassen / Shops]
Spaziergang am Wasser
Wir sind einfach losgelaufen — vom Hafen aus mit Blick Richtung Stadt nach rechts, am Wasser entlang. Kleine Souvenirstände, Blick aufs Meer, eine Atmosphäre, die einen sofort entschleunigt. Genau so, wie man sich einen Inseltag vorstellt.
[📸 Bild einfügen: Promenade / Meer]
Die blau-weiße Kirche — unbedingt reinschauen
Auf dem Weg kommt man an der wunderschönen Nossa Senhora D’Ajuda e Bom Sucesso Church vorbei — absolut sehenswert und ein kurzer Stopp, der sich wirklich lohnt. Kleiner Hinweis für Frauen: Schultern und Knie sollten bedeckt sein.
[📸 Bild einfügen: Kirche außen/innen]
Der Strand — ankommen und einfach sein
Weiter ging es zum öffentlichen Strand (Name einfügen), und dort haben wir erstmal Pause gemacht. Warmes Wasser, entspannte Stimmung, viel Platz. Überall kleine Strandbars, wo wir uns erstmal was zum Trinken gönnten. Lolo hat geschlafen, und wir haben einfach gelegen, die Sonne genossen und durchgeatmet — dieses Gefühl, das man auf Reisen manchmal vergisst zu suchen. Als Lolo aufgewacht ist, ging es gemeinsam ins Wasser, und er fand es großartig.
[📸 Bild einfügen: Strand Ilhabela]
Mittagessen — lokal, einfach, richtig gut
Zur Mittagszeit sind wir zurück in die Stadt geschlendert und haben ein kleines Restaurant namens „Cheiro Verde“ entdeckt, in dem fast nur Einheimische saßen — genau unser Ding. Baby Squids, Shrimps mit Knoblauch, ein traditionelles Gericht. Einfach, frisch, richtig gut.
[📸 Bild einfügen: Essen / Restaurant]
Nachmittags — treiben lassen
Der Nachmittag gehörte dem Nichtstun. Nochmal durch die Stadt schlendern, in kleine Läden schauen, Eis holen — und dann einfach in einer Bar sitzen bleiben, ein kühles Getränk in der Hand, ohne Plan und ohne Eile.
[📸 Bild einfügen: Bar / entspannte Szene]
Rückfahrt — so wie der ganze Tag
Am Ende ging es ohne Stress und ohne Hektik zurück zum Tenderboot und zum Schiff. Genau so, wie der ganze Tag war.
Unser Fazit
Nach einem lebhaften Stopp wie Balneário Camboriú war Ilhabela genau das Richtige. Ruhig, natürlich, entspannt — und mit einem Kleinkind an Bord eigentlich perfekt. Unser ehrlicher Tipp: Hier nichts planen. Einfach treiben lassen.
Tag 7: Rio de Janeiro mit Kleinkind – Cristo Redentor, Zuckerhut & ein extrem intensiver, wunderschöner Tag
Es gibt Städte, die kann man nicht einfach „mal eben“ besuchen. Rio de Janeiro ist genau so eine. Unser dritter Brasilien-Stopp war der wohl intensivste, vollste und gleichzeitig beeindruckendste Tag der gesamten Reise — Start um 7:00 Uhr morgens, Ende erschöpft und glücklich, und mit dem Gefühl: Hier müssen wir nochmal hin.
Früher Start & direkt mit dem Uber in die Stadt
Vom Hafen ging es direkt mit dem Uber los — in Rio ganz klar die beste Entscheidung, denn diese Stadt ist groß. Sehr groß. Wer hier auf öffentliche Verkehrsmittel oder lange Fußwege setzt, verliert wertvolle Zeit. Man hat ja schließlich nur einen Tag Zeit.
[📸 Bild einfügen: Hafen Rio / Stadtblick]
Unser wichtigster Tipp vorab: Alle Tickets unbedingt vorher buchen. Für Cristo Redentor und den Zuckerhut hatten wir alles organisiert — das hat extrem viel Zeit gespart und den Stress in der Stadt deutlich reduziert.
Cristo Redentor — zwischen Gänsehaut und Menschenmassen
Erstes Ziel war der Cristo Redentor. Mit dem Uber sind wir direkt zum Bahnhof der Corcovado Rack Railway gefahren — der Zug ist im Ticket enthalten, auch wenn einige Taxifahrer versuchen, alternative Wege zu verkaufen. Einfach ignorieren. Die Fahrt nach oben ist schon für sich ein Highlight: etwa 20 Minuten durch dichten Dschungel, wunderschöne Natur, ein echtes Abenteuer-Feeling also. Obwohl bei uns noch ein Zug ausfiel, der war kaputt und wir mussten bestimmt 40 Minuten fahren, da insgesamt nur zwei Züge dort verkehren. Wertvolle Zeit ging verloren, aber er wurde schnell repariert und dann ging es los.
[📸 Bild einfügen: Zug / Dschungel]
Oben angekommen — Menschenmassen. Lange Wege, kaum Platz mit Buggy, sehr schwer sich zu bewegen. Der Cristo selbst ist trotzdem überwältigend. Ein echtes Weltwunder, ikonisch, absolut sehenswert — aber in Ruhe genießen ist bei dieser Besuchermenge ehrlich gesagt schwierig. Unser Familienfoto? Lolo hat geschlafen 😄
[📸 Bild einfügen: Cristo Redentor]
Zuckerhut — entspannter als erwartet
Nach der Rückfahrt ging es direkt weiter mit dem Uber zum Sugarloaf Mountain. Auch hier hatten wir Fast-Lane-Tickets vorgebucht, ca. 55 € pro Person — aber der Vorteil war spürbar: schneller Zugang, kein langes Warten, ein kleines Welcome-Wasser obendrauf. Ansonsten hätte das Ticket 20 Euro weniger gekostet pro Person, aber man gönnt sich ja sonst nichts.
[📸 Bild einfügen: Seilbahn / Aussicht]
Die erste Station, der Morro da Urca, hat schon einen megaschönen Ausblick auf Rio, dazu ein Helikopterlandeplatz und kleine Shops — eine perfekte Pause zwischendurch. Lolo fand es toll, den Helikoptern beim Starten und Landen zuzugucken. Ganz oben dann absoluter Panoramablick: Copacabana von oben, die Skyline, das Meer. Lolo fand vor allem die Seilbahn spannend 😄 Ehrlicher Tipp: Wer den Cristo Redentor schon gemacht hat, erlebt optisch etwas Ähnliches — aber trotzdem wunderschön und auf seine eigene Art beeindruckend. Man kann es aber auch gut weg lassen, wenn man Zeit und Geld sparen möchte. Ein Ausblick von oben hätte auch vollkommen gereicht.
Copacabana — endlich unten in der Stadt
Nächster Stopp: Copacabana Beach. Und plötzlich war alles anders. Musik, Sportler überall, Volleyball und Fußball am Strand, Künstler, kleine Bars — eine komplett andere Energie als der Vormittag.
[📸 Bild einfügen: Strand Copacabana]
Wir haben direkt am Strand gegessen — Shrimps, Baby Squids, Pommes und frisch gepresster Orangensaft für Lolo. Genau das Richtige nach einem intensiven Vormittag. Danach mussten wir noch eine Açaí Bowl probieren, Brasilien-Pflichtprogramm: wie Frozen Yogurt mit Toppings, wird gewogen, super frisch und lecker. Absolute Empfehlung.
Zum Abschluss dann noch eine Kokosnuss und ein Bier an der Strandbar, Blick aufs Meer — ein kurzer Moment Ruhe mitten in Rio, bevor es zurück ging.
[📸 Bild einfügen: Strandbar]
Rückfahrt — erschöpft, aber glücklich
Mit dem Uber ging es zurück zum Hafen. Schnell, unkompliziert und an so einem Tag absolut notwendig.
Unser Fazit
Rio de Janeiro ist überwältigend, laut, wunderschön und in kurzer Zeit auch ganz schön anstrengend. Ein Tag reicht nicht — aber er reicht, um sich zu verlieben. Und genau das ist passiert. Wir werden also wiederkommen eines Tages.
Tag 8 und 9: Seetage
Diese Tage haben wir einfach wieder zum Entspannen genutzt. Grade nach Rio was das auch bitter nötig. Ich finde Tagesausflüge toll und spannend, aber Seetage haben auch echt was für sich. Man startet viel entspannter in den Tag und kann einfach so den Tag genießen ohne Planung und Stress wieder rechtzeitig zurück zum Schiff zu kommen.
2. Woche:
Tag 10: Maceió mit Kleinkind – Strandspaziergang, Märkte & ein entspannter halber Kreuzfahrt-Tag
Manchmal sind es gerade die kurzen Stopps, die überraschend gut funktionieren. Maceió war genau so ein Tag: kein großes Sightseeing, kein Stress — einfach ein ruhiger Mix aus Strand, kleinen Entdeckungen und Familienzeit.
Nur ein halber Tag — und das war genau richtig
Dieser Stopp war bewusst kurz, weil dann die lange Überfahrt nach Europa erfolgte. Ankunft um 7:00 Uhr, Abfahrt bereits um 14:00 Uhr. Also kein ganzer Tag, eher ein entspannter Vormittag. Vom Schiff aus gab es einen Transfer in die Stadt, aber wir haben uns einfach entschieden, zu Fuß zu gehen — etwa 20 bis 25 Minuten direkt am Wasser entlang.
Erste Eindrücke — Strand statt Stadt
Ehrlich gesagt ist die Stadt selbst nicht besonders schön, aber der Strandbereich ist angenehm und entspannt. Genau das Richtige für einen halben Tag ohne große Pläne.
[📸 Bild einfügen: Strand Maceió / Promenade]
Bei Ebbe gibt es hier übrigens bekannte Bootstouren zu den Pajuçara Natural Pools — kleine Boote, Riffgebiete, klares Wasser. Wir haben es wegen der Zeit und der Bedingungen nicht gemacht, aber wer einen ganzen Tag in Maceió hat oder sogar länger hier ist, sollte das auf jeden Fall in Betracht ziehen.
Kunsthandwerk & kleine Märkte
Stattdessen sind wir durch kleine lokale Märkte geschlendert — handgemachte Souvenirs, lokale Kunst und überall Cashew-Produkte. Cashew ist hier wirklich ein Thema: frisch, lokal und an jeder Ecke erhältlich. Solltet ihr hier unbedingt kaufen, schließlich wachsen Cashews hier in Brasilien. Schmecken nicht anders, als bei uns, aber dafür lokal.
[📸 Bild einfügen: Markt / Souvenirs]
Zwischendurch natürlich der Klassiker: frisch gepresster Orangensaft, hinsetzen, durchatmen, das Leben beobachten. Und wie so oft auf Reisen mit Kleinkind stand auch ein kurzer Supermarkt-Stopp auf dem Programm — Snacks, Getränke, Windeln für Lolo. Solche kleinen alltäglichen Dinge gehören eben auch auf einer Kreuzfahrtreise dazu 😄
[📸 Bild einfügen: Saftstand]
Lolo-Zeit — Sand, Muscheln & Spielplätze
Für Lolo war der Tag überraschend schön: mehrere kleine Spielplätze, viel Sand, Muscheln sammeln. Manchmal braucht es genau das — nichts Besonderes, einfach Freiheit und Raum zum Entdecken.
[📸 Bild einfügen: Spielplatz / Strand]
Wetterwechsel & Strandbar-Moment
Das Wetter zeigte sich etwas wechselhaft — Sonne, dann kurze Regenschauer, dann wieder Sonne. Die Strandbar hat das entspannt gelöst: Sonnenschirme wurden kurzerhand als Regenschutz umfunktioniert. Snacks, Getränke, Sand unter den Füßen, Lolo zufrieden im Sand beschäftigt — kein großes Mittagessen, kein Restaurant, einfach den Moment genießen.
[📸 Bild einfügen: Strandbar / Schirme]
Rückweg — kein Stress, kein Zeitdruck
Am Ende sind wir einfach entspannt zurück zum Schiff gelaufen. Kurz, angenehm, ohne Eile.
Unser Fazit
Maceió ist keine klassische Wow-Stadt — und das war genau das Schöne daran. Kein Stress, keine großen Sehenswürdigkeiten, einfach Strand und Alltag. Manchmal ist genau das der perfekte Pausentag auf einer langen Kreuzfahrt.
Tag 11 bis 15: 5 Seetage auf Kreuzfahrt mit Kleinkind – und warum sie viel zu schnell vorbei gingen
Fünf Seetage hintereinander. Als wir das im Reiseplan gesehen haben, hatten wir ehrlich gesagt kurz Respekt. So lange nur auf dem Schiff? Wird das langweilig mit Kleinkind? Wie soll das funktionieren? Und dann kam alles anders — denn am Ende waren genau diese Tage die entspanntesten der gesamten Reise.
Langsame Morgen — endlich ausschlafen
Unsere Seetage haben immer gleich begonnen: kein Wecker, kein Zeitdruck, einfach aufwachen und schauen, was der Tag bringt. Dieses Gefühl von „Urlaub im Urlaub“ — wer Kleinkind-Reisen kennt, weiß, wie selten das ist.
[📸 Bild einfügen: Balkon / Meer / Sonnenaufgang]
Pool, Sonne & absolut kein Stress
Der Tagesrhythmus hat sich schnell von selbst gefunden: Frühstück mehr oder weniger in Ruhe mit Lolo (er ist oft rumgelaufen und wir mussten hinter ihm her, wer kennt das nicht als Eltern), ab an den Pool, Sonne genießen, zwischendurch in den Whirlpool. Lolo hat es geliebt — Wasser, Planschen, Menschen beobachten. Und wir hatten endlich Zeit, einfach mal nichts tun zu müssen. Dieses Gefühl ist auf einer Kreuzfahrt mit Seetagen wirklich unbezahlbar.
[📸 Bild einfügen: Pooldeck]
Essen… und nochmal Essen 😄
Ehrlich gesagt isst man auf einem Kreuzfahrtschiff ständig. Deswegen ist es vermutlich auch nicht für jedermann was. Man muss damit rechnen am Ende des Urlaubs 2-3 kg mehr auf den Hüften zu haben. Frühstück, Snacks, Mittagessen, Eis, Kaffee, Abendessen und zwischendurch „nur mal kurz probieren“. Es war definitiv zu viel — aber auch irgendwie ein Teil des Erlebnisses, gegen das man einfach keine Chance hat.
[📸 Bild einfügen: Buffet / Restaurant]
Spielzimmer & neue Spielfreunde für Lolo
Ein großer Pluspunkt der Seetage war das Bord-Spielzimmer. Im MSC Kids Club hat Lolo schnell andere Kinder gefunden, neue Spiele entdeckt und sich richtig ausgetobt — und wir hatten dadurch auch mal etwas Luft zumindest abwechselnd. Was man als Eltern auf Reisen nicht hoch genug einschätzen kann. Allerdings haben wir ihn nie alleine im Kids Club gelassen, das wollten wir nicht. Ab drei Jahren ist das aber generell dann möglich. Vielleicht kommt es später dann für uns auch mal in Frage, wenn Lolo das selber möchte.
Menschen kennenlernen
Was uns wirklich überrascht hat: wie schnell man auf einem Schiff Kontakte knüpft. Gespräche am Pool, Austausch beim Essen, gemeinsame Spielmomente mit anderen Familien — alles sehr entspannt und ungezwungen. Auf einem Kreuzfahrtschiff entsteht eine eigene kleine Gemeinschaft, fast ohne dass man es merkt.
[📸 Bild einfügen: Deck / Menschen]
Tischtennis, Deckspaziergänge & kleine Routinen
Zwischendurch haben wir Tischtennis gespielt, das Schiff erkundet und Deckspaziergänge gemacht. Klingt simpel — war aber genau das Richtige als Ausgleich zu den ruhigeren Momenten.
[📸 Bild einfügen: Tischtennis / Deck]
Abende ohne Plan
Und das war vielleicht der schönste Teil: keine festen Pläne, keine Termine. Einfach draußen sitzen, das Meer anschauen, noch ein Drink, noch ein Gespräch — und plötzlich war es viel später als gedacht. Genau so soll Urlaub sein.
[📸 Bild einfügen: Abenddeck / Sonnenuntergang]
Highlight: Äquatorüberquerung
Und dann war da noch ein Highlight, das wir fast vergessen hätten zu erwähnen — dabei war es wohl der unvergesslichste Moment der gesamten Seetage: die Äquatorüberquerung. Auf dem Weg von Brasilien nach Europa haben wir zum zweiten Mal auf einer Kreuzfahrt den Äquator überquert. Lolo übrigens auch — sein zweites Mal, mit gerade mal zwei Jahren. Eine Linie wurde auf dem Deck gezogen, Sekt wurde eingeschenkt, und einer nach dem anderen durfte feierlich über die Linie hüpfen. Der Kapitän war persönlich anwesend, hielt eine Rede — und irgendwie hatte dieser simple Moment auf dem offenen Atlantik etwas richtig Magisches. So etwas erlebt man nicht alle Tage.
Unser Fazit
Die fünf Seetage waren am Anfang unsere größte Unsicherheit — und am Ende unser liebstes Highlight. Pure Entschleunigung, echte Familienzeit, Erholung und trotzdem nie langweilig. Wer Angst vor Seetagen mit Kleinkind hat: braucht keine haben. Sie gehen viel zu schnell vorbei.
Tag 16: Santa Cruz de Teneriffa — Sonne, Tapas & ein perfekter Kontrast
Manchmal braucht es gar keinen großen Plan. Unser Tag in Santa Cruz de Tenerife war genau so — einfach treiben lassen, gutes Essen, Sonne genießen und Lolo mittendrin.
Ankommen & entspannter Start
Das Beste direkt vorweg: In Santa Cruz liegt das Kreuzfahrtschiff wirklich zentral. Wir konnten einfach loslaufen — etwa 10 Minuten bis ins Zentrum, perfekt mit Kleinkind und ohne Transferstress.
[📸 Bild einfügen: Hafen Santa Cruz / Kreuzfahrtschiff]
Mercado Nuestra Señora de África – unser erster Stopp
Zu Fuß haben wir uns als erstes auf den Weg in die Markthalle gemacht: frische Lebensmittel, kleine Stände, lokale Spezialitäten und eine wunderschöne Atmosphäre. Wir waren an Ostermontag dort — entsprechend lebendig und gut besucht. Wer sich durchprobieren und gleichzeitig Souvenirs mitnehmen möchte, ist hier genau richtig. Hier haben wir uns natürliches Eis, frisch gepressten Orangensaft und einen Kaffee gegönnt — ein perfekter Start ohne jeden Stress.
[📸 Bild einfügen: Markthalle innen]
Natürliches Eis, frischer Saft & Kaffee
[📸 Bild einfügen: Eis / Café Szene]
Schlendern statt Sightseeing
Da wir schon einmal auf Teneriffa waren, haben wir diesmal bewusst auf klassisches Sightseeing verzichtet. Stattdessen: einfach durch die Einkaufsstraßen schlendern, kleine Läden entdecken, Atmosphäre aufsaugen. Zwischendurch noch ein kurzer Stopp beim Tourist Information Office — kostenlose Karten, freundliche Beratung, gute spontane Tipps.
[📸 Bild einfügen: Shoppingstraße]
Spielplätze & kurze Pausen
Ein großer Pluspunkt für Familien: Es gibt wirklich viele kleine Spielmöglichkeiten für Kinder in der Stadt. Lolo konnte sich austoben und musste nicht die ganze Zeit im Buggy sitzen — für alle Beteiligten eine willkommene Abwechslung 😄
[📸 Bild einfügen: Spielplatz]
Tapas, Sonne & dieser eine perfekte Moment
Mittags haben wir uns auf einem kleinen Platz hingesetzt — Sonne, ein kühles Bier, Lolo spielt neben uns, und auf dem Tisch Gambas in Knoblauch. Einfach köstlich. Einer dieser Momente, die man nicht planen kann und die genau deshalb so bleiben. (Restaurantname folgt)
[📸 Bild einfügen: Tapas / Gambas]
Entspannter Ausklang
Der Rest des Tages gehörte dem Nichtstun — kleine Gassen, nochmal Eis, nochmal Kaffee, und dann ganz entspannt zurück Richtung Hafen.
Unser Fazit
Santa Cruz de Tenerife ist ein perfekter Kreuzfahrt-Stopp mit Kind: kurze Wege, entspannte Atmosphäre, gutes Essen und viel Platz zum Laufen und Entdecken. Unser Tipp: Nicht zu viel vornehmen. Genau das macht den Tag perfekt.
Tag 17: Seetag
Tag 18: Tanger mit Kleinkind – ein stiller Morgen, bunte Souks und ein perfekter Tag ohne Plan
Manchmal sind es genau die Tage ohne große Sightseeing-To-do-Liste, die am meisten bleiben. Unser Stopp in Tanger war genau so einer — und er hat uns auf eine Art überrascht, die wir nicht erwartet hatten.
Ankommen in einer noch schlafenden Stadt
Als wir morgens in Tanger ankamen, lag der Hafen noch still da. Kaum Menschen, kaum Geräusche — einer dieser seltenen Momente, in dem man einfach kurz innehält und die Ruhe aufsaugt, bevor der Tag beginnt. Wir sind einfach losgelaufen. Ohne Plan.
[📸 Bild einfügen: Hafen Tanger am Morgen]
Mitten in den Souks — die Stadt erwacht
Nach und nach öffneten sich die Gassen. Läden wurden aufgesperrt, Händler bauten ihre Stände auf, erste Gewürzgerüche lagen in der Luft — und plötzlich standen wir mittendrin in der Medina von Tanger. Rein, raus, verloren, wiedergefunden, abgelenkt vom nächsten Stand. Lolo lief neugierig zwischen allem herum, als wäre es ein riesiger Abenteuerspielplatz.
[📸 Bild einfügen: Souks Tanger morgens]
Der Aussichtspunkt — unser Postkarten-Moment
Irgendwann sind wir einfach einem kleinen Weg nach oben gefolgt, ohne zu wissen wohin. Und plötzlich standen wir dort: Blick über die Stadt, den Hafen — und unser Kreuzfahrtschiff mittendrin. Vermutlich irgendwo rund um die Kasbah von Tanger, einem der schönsten Aussichtspunkte der Stadt. Ein kurzer Moment, der sich wie ein Postkartenbild angefühlt hat.
[📸 Bild einfügen: Aussicht über Hafen und Schiff]
Frische Säfte & Streetfood — so schmeckt Tanger
Was uns sofort begeistert hat, waren die kleinen Saftstände an jeder Ecke. Granatapfel, Papaya, Orange — alles frisch gepresst, alles unglaublich intensiv im Geschmack. Dazu kleine Snacks von den Straßenständen. Genau so fühlt sich Reisen an.
[📸 Bild einfügen: Saftstand Tanger]
Unser absoluter Geheimtipp — unbedingt merken
Mittags sind wir eher zufällig in ein Restaurant gestolpert. Keine Speisekarte, einfach hinsetzen — und schon kam der Kellner mit einem Krug frischem Saft und einem Starter-Teller. Das Glas wurde kaum leer, schon war es wieder voll. Es folgten mehrere Gänge, alles frisch, alles authentisch. Ehrlich gesagt war es eines der besten Essen der gesamten Reise. Lolo hat einfach mitgegessen — und die Erdbeeren mit Pistazien-Crumble zum Dessert fand er schlicht köstlich und wir auch. Der Preis: ca. 25 € pro Person. Solche Spots sind oft klein und schnell voll, also lieber früher hingehen. (Restaurantname folgt)
[📸 Bild einfügen: marokkanisches Essen / Tajine]
Feilschen, Schlendern, Verlaufen — genau das macht Tanger aus
Der Nachmittag gehörte dem ziellosen Treiben. Gassen rauf und runter, immer wieder neue Ecken, hier und da ein bisschen Feilschen für ein paar Souvenirs. Mit Kleinkind unterwegs zu sein bedeutet manchmal auch, bewusst auf Dinge zu verzichten — wir haben uns gegen längere Ausflüge zur Hercules Cave und dem Cap Spartel entschieden, einfach zu weit für einen entspannten Tag. Alle, die dort waren, meinten übrigens, wir hätten nichts verpasst — aber das ist natürlich Ansichtssache. Wenn Lolo älter ist, wagen wir den Ausflug bestimmt.
[📸 Bild einfügen: Markt / Souk Details]
Tanger am Abend — eine ganz andere Stadt
Wir sind bewusst lange geblieben. Denn gegen Abend verändert sich Tanger nochmal komplett: Das Licht wird weicher, die Stimmung lebhafter, Musiker fangen an zu spielen — alles wirkt noch intensiver, noch echter. Wir sind erst spät zurück aufs Schiff. Müde, glücklich und irgendwie erfüllt.
[📸 Bild einfügen: Tanger Abendstimmung]
Unser Fazit
Tanger ist kein Ort, den man abhakt. Tanger ist ein Ort, den man fühlt.
3. Woche
Tag 19 auf See: Erneuter Erholungstag auf See
Tag 20: Palma de Mallorca – Altstadt, Burg & mediterranes Lebensgefühl bei 28 Grad
Unser Tag in Palma war einer dieser Tage, an denen einfach alles stimmt. Sonne, 27–28 Grad, entspannte Stimmung und ein Plan, der eigentlich keiner war — nur zwei neue Dinge erkunden, den Rest treiben lassen.
Ankunft & der wichtigste Tipp gleich vorweg
Das Kreuzfahrtschiff liegt in Palma oft ziemlich weit außerhalb vom Zentrum — und hier kommt unsere wichtigste Empfehlung direkt am Anfang: Nicht zu Fuß gehen. Wirklich nicht. Wir haben den Weg einmal unterschätzt, da wir schon mehrmals in Palma waren, und hätten das Schiff dadurch fast verpasst. Also: Uber oder Taxi nehmen, schnell und entspannt. Hin haben wir 11 € für das Uber gezahlt, zurück sind wir mit dem öffentlichen Bus gefahren — Linie 1 und auch andere Linien fahren direkt zum Hafen, für gerade mal 2,50 € pro Person. Auch der Hop-on-Hop-off Bus hält direkt am Hafen, wer das bevorzugt. Die teuren Kreuzfahrt-Transfers braucht man hier wirklich nicht.
[📸 Bild einfügen: Hafen Palma / Kreuzfahrtschiff]
Erste Schritte in die Altstadt — Palma wie wir es lieben
Mit dem Uber direkt ins Zentrum und dann einfach losgelaufen. Palma hat diese besondere Mischung: mediterranes Treiben, versteckte Innenhöfe, enge Gassen, kleine Cafés und überall Kunst. Für Lolo gab es viel zu beobachten, für uns viel zu entdecken. Und obwohl wir schon öfter hier waren — Palma hat immer wieder etwas Neues. Palma geht einfach immer.
[📸 Bild einfügen: Altstadt Palma Gassen]
Santa Catalina & Castell de Bellver — unsere zwei neuen Entdeckungen
Diesmal hatten wir uns nur zwei Dinge vorgenommen, die wir noch nicht gemacht hatten. Zuerst durch das Viertel Santa Catalina schlendern — Markthalle, frisch gepresster Orangensaft, treiben lassen. Und dann: hoch zur Burg Castell de Bellver.
Die Entscheidung fiel schnell: wir gehen zu Fuß. Zwar fahren die Hop-on-Hop-off Busse auch dorthin, aber wir wollten uns bewegen. Der Weg war angenehm, ein bisschen Steigung, aber gut machbar — mit dem Buggy die Hauptstraße hoch, die nicht stark befahren war. Oben erwartet einen ein wunderschöner Rundumblick über Palma bis runter zum Hafen. Der Eintritt kostet ca. 4 €. Da es in der Burg zu viele Stufen für den Buggy gab, haben Papa und Lolo unten gewartet, während ich alleine auf Erkundungstour gegangen bin.
Fazit: Der Fußweg hat sich mehr gelohnt als jede Busfahrt.
[📸 Bild einfügen: Burg Palma / Aussicht]
Nach der Burg noch ein kurzer Stopp in unserem Lieblingssupermarkt Mercadona — Wasser, frischer O-Saft und Snacks eingepackt. Ein kleiner Moment Alltag mitten im Urlaub, der irgendwie auch dazugehört.
[📸 Bild einfügen: O-Saft / Markt / Stadt]
Tapas & Siesta — typisch Spanien
Mittags dann Tapas: kleine Teller, viel teilen, kein Stress, Lolo isst einfach mit und ist glücklich. Das Essen war gut, aber ehrlich gesagt haben wir schon deutlich bessere Tapas gegessen für weniger Geld — eine Empfehlung gibt es hier also ausnahmsweise nicht.
Am Nachmittag sind wir wieder einfach losgelaufen, ohne Ziel — und irgendwann in einem Innenhof gelandet. Schatten, ein Bierchen für Papa, Lolo konnte spielen, absolute Ruhe mitten in der Stadt. Genau diese Momente sind es, die bleiben.
[📸 Bild einfügen: Innenhof Palma Café]
Rückfahrt — Backpacker-Herz schlägt
Zurück wollten wir eigentlich wieder ein Uber nehmen — aber die Preise waren plötzlich fast dreimal so hoch wie auf dem Hinweg. Also sind wir zu Fuß Richtung Hafen losgegangen und spontan in einen Bus gesprungen. Beste Entscheidung. Bei dem Preisunterschied hat sich das Backpacker-Herz in uns gefreut 😄
Unser Fazit
Palma de Mallorca funktioniert perfekt als Kreuzfahrt-Stopp mit Kleinkind — kurze Wege ins Zentrum, viel zu entdecken, entspannte Atmosphäre und immer wieder neue Ecken, selbst wenn man schon öfter da war. Einfach hingehen, treiben lassen, genießen.
Tag 21: Barcelona
Ausschiffungstag. Die Kreuzfahrt ging, wie immer, viel zu schnell vorbei.
Hier noch ein paar Infos zum Kreuzfahrtschiff: MSC Fantasia
Das Schiff – MSC Fantasia
Die MSC Fantasia hat uns gut durch den Atlantik gebracht — aber wer deutsche Reedereien gewöhnt ist, merkt den Unterschied. Das Schiff ist in die Jahre gekommen, und das sieht man hier und da auch. Bei uns hat sich in der Dusche etwas gelöst — Duschkopf locker, ein kleines Teil abgebrochen. Nach einer kurzen Meldung beim Service wurde es relativ zügig repariert, das hat gut funktioniert.
Wir hatten eine Deluxe Innenkabine — und die Entscheidung für die etwas größere Variante mit 16 statt 13 Quadratmetern war genau richtig. Dazu zwei Pullman-Betten, die wir kurzerhand umfunktioniert haben: Matratze einfach auf den Boden, fertig. Bequemer für alle, und niemand musste nachts die Leiter hoch und runter. Die Betten selbst sind übrigens wirklich gut — sehr bequem, das war angenehm überraschend.
Da die Reise eine Transatlantik-Überfahrt mit Start in Uruguay war, liefen Durchsagen und Kommunikation hauptsächlich auf Spanisch, mit etwas Englisch. Deutsch kam kaum vor. Auch der Fernseher zeigte nur spanische Sender — wer das nicht gewohnt ist, sollte es zumindest wissen. Hier waren Spanischkenntnisse oder zumindest Englischkenntnisse von Vorteil.
Was uns wirklich gut gefallen hat, waren die langen Buffetzeiten. Das Essen war solide — wir haben schon besser gegessen, aber auch schon deutlich schlechter. Man hat immer etwas gefunden, und für Lolo war das Angebot eigentlich perfekt: Pizza, Pasta, Pommes — die berühmten drei P’s 😄 Aber auch die frischen exotischen Früchte hat er geliebt, und Eis natürlich sowieso, wie jedes Kind. Ein besonderes Lob geht übrigens an die Pizza: die war wirklich ausgezeichnet und rund um die Uhr verfügbar — ein klarer Pluspunkt.
azit – Drei Wochen Transatlantik und viel zu schnell vorbei
Drei Wochen Transatlantik-Kreuzfahrt — und wie immer ging die Zeit einfach viel zu schnell. Es war wieder mal richtig schön, und jeder Stopp hat auf seine eigene Art hinterlassen: Rio hat uns überwältigt, Ilhabela hat uns entschleunigt, Buenos Aires hat uns überrascht. Manche Tage waren zu kurz — besonders der in Rio, das war ehrlich gesagt fast ein bisschen schmerzhaft. Aber genau dafür ist eine Kreuzfahrt ja auch da: reinschnuppern, kosten, neugierig werden. Und da wo es uns besonders gut gefällt, da kommen wir nochmal wieder — richtig, ohne Schiff und mit mehr Zeit.
Aktuell ist die Kreuzfahrt für uns einfach die bequemste Art zu reisen mit Kleinkind. Einmal einpacken, einmal ankommen — und trotzdem so viele verschiedene Orte sehen. Das muss aber jeder für sich selbst entscheiden. Für uns passt es gerade perfekt.
⚠️ Das Ende, das wir nicht erwartet hatten
Nach 21 wunderschönen Tagen kam am Ende noch ein unschöner Schock: MSC hat unser Gepäck verloren. Ein denkbar ungünstiger Abschluss einer ansonsten unvergesslichen Reise — aber auch das gehört manchmal dazu.
❤️ Unser Fazit
Diese Reise war intensiv, emotional, chaotisch und wunderschön — oft alles gleichzeitig. Und sie hat uns einmal mehr gezeigt: Reisen mit Kleinkind ist nicht weniger möglich. Nur anders. Langsamer manchmal, unvorhersehbarer oft — aber dafür voller Momente, die bleiben. Genau die unerwarteten.
Und noch etwas, das wir nach dieser Reise mehr denn je bestätigen können: Mit Kleinkind reist man am besten planlos. Keine straffen Zeitpläne, keine langen To-do-Listen, kein Druck. Einfach treiben lassen und genießen — denn das Kleinkind gibt den Rhythmus vor, ob man will oder nicht. Mittagsschlaf, spontane Pausen, unerwartete Umwege. Und genau das macht es oft zu den schönsten Momenten. Wer das akzeptiert, reist entspannter, glücklicher und kommt mit Erinnerungen nach Hause, die man sich so nie hätte planen können.
💰 So haben wir die Kreuzfahrt günstig gestaltet — das Backpacker-Herz lebt weiter
Wer uns kennt, weiß: das Backpacker-Herz schlägt auch auf einer Kreuzfahrt weiter. Man hätte bei dieser Reise deutlich mehr Geld ausgeben können — und das Schiff macht es einem wirklich leicht, das zu tun. Haben wir aber nicht. Hier unsere größten Sparpunkte:
Transfers selbst organisiert. Das Schiff bietet bei jedem Stopp eigene Transfers an — praktisch, aber teuer. Wir sind, wann immer es möglich war, einfach zu Fuß gegangen oder haben den Uber genommen. Deutlich günstiger, oft sogar entspannter.
Kein Getränkepaket. An Board haben wir jedes Getränk einzeln bezahlt — und sind damit deutlich günstiger davongekommen. Da Nina keinen Alkohol trinkt, lohnt sich ein Paket für uns schlicht nicht. Was viele nicht wissen: Pro Erwachsener in der Kabine muss ein Getränkepaket gebucht werden, also kein „halbes Paket“ für eine Person. Wasser, Tee und Kaffee gibt es zu den Buffetzeiten immer kostenlos dazu — das haben wir konsequent genutzt. Wasser haben wir auch ab und zu mit der eigenen Flasche abgefüllt, auch wenn das aus hygienischen Gründen nicht gerne gesehen wird. Wir sind dabei immer achtsam vorgegangen.
Snacks vom Buffet für Lolo. Weil Lolo gerade in einer Phase ist, in der er ständig einen Snack braucht, haben wir morgens etwas Obst vom Buffet für die Tagesausflüge eingepackt. Einfach, praktisch, kostenlos.
Mittags an Land gegessen. Um etwas Abwechslung vom Bordessen zu haben — und weil das lokale Essen einfach zu gut war, um es zu verpassen — haben wir mittags bei jedem Stopp an Land gegessen. Oft günstiger als gedacht, immer ein Erlebnis.
Ausflüge auf eigene Faust. Keine einzige Buchung über das Schiff. Alles selbst organisiert — Tickets vorab online gebucht, Uber genutzt, zu Fuß erkundet. Das ist wohl unser größter Spartipp auf jeder Kreuzfahrt und macht die Stopps gleichzeitig authentischer.
